Das steckt hinter dem Plan

Chefs von Tesla und Uber sollen Trump beraten

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Er habe die beiden Unternehmenschefs für sein "Strategisches Forum" nominiert, teilte Trump am Mittwoch mit.

Washington - Der Vorsitzende des Elektroauto-Herstellers Tesla, Elon Musk, sowie der Chef des Fahrdienstes Uber, Travis Kalanick, sollen den künftigen US-Präsidenten Donald Trump beraten.

Er habe die beiden Unternehmenschefs für sein "Strategisches Forum" nominiert, teilte Trump am Mittwoch mit. Das Forum soll ihn in seiner Wirtschaftspolitik beraten. 

Die Vereinigten Staaten hätten "die innovativsten und dynamischsten Unternehmen der Welt", und die neu für sein Forum ernannten Wirtschaftslenker seien in ihren jeweiligen Branchen an der Spitze, erklärte Trump. Mit Musk und Kalanick sowie der ebenfalls nominierten Chefin des Getränkekonzerns Pepsico, Indra Nooyi, wächst Trumps Wirtschaftsforum auf 19 Mitglieder an.

Die Chefs von Tesla und Uber sind jedoch die einzigen Vertreter des kalifornischen Silicon Valley, des Zentrums der US-Software- und High-Tech-Branche, in dem Gremium. Das Silicon Valley hatte im Wahlkampf mit großer Mehrheit die Präsidentschaftskandidatin der Demokraten, Hillary Clinton, unterstützt. Eine Ausnahme war der aus Deutschland stammende Internet-Milliardär Peter Thiel, Mitbegründer des Online-Bezahldienstes PayPal, der sich hinter Trump stellte. 

Musk, der ursprünglich aus Südafrika stammt, ist durch seine hochambitionierten Projekte zu einem Guru der High-Tech-Welt geworden. Seine Tesla-Elektroautos gehören zu den innovativsten Fahrzeugen weltweit. Musk ist auch der Gründer des Raumfahrtunternehmens SpaceX, das Raketen zu wiederverwertbaren und somit erschwinglichen Transportmitteln machen will. Kalanick macht mit seinem innovativen Fahrdienst, der Fahrer und Fahrgäste mittels einer Smartphone-App verbindet, weltweit den herkömmlichen Taxis Konkurrenz. 

Der Uber-Chef sowie Musk sollten am Mittwochnachmittag (Ortszeit) in New York an einem Treffen des designierten Präsidenten mit Vertretern des Silicon Valley teilnehmen. Bei der Begegnung sollten auch der Chef des Online-Versandhauses Amazon, Jeff Bezos, die Vorsitzenden des Technologie- und Sofwareriesen Alphabet, Larry Page und Eric Schmidt, der Chef des High-Tech-Konzerns Apple, Tim Cook, sowie die Leiterin des Online-Netzwerks Facebook, Sheryl Sandberg, dabei sein.

Team Trump: Das Kabinett des künftigen US-Präsidenten

John Kelly: Heimatschutzminister.
John Kelly: Heimatschutzminister. Kelly war Kommandant im Irak-Krieg. Er soll die illegale Einwanderung stoppen und „unsere Grenzen sichern", hofft Trump. © dpa
Scott Pruitt: Leiter Umweltbehörde EPA.
Scott Pruitt: Der 48-Jährige, derzeit Justizminister des Staates Oklahoma, glaubt noch weniger an den Klimawandel als Donald Trump. Er ist Verbündeter der Kohle- und Erdölindustrie und soll Chef der mächtigen Umweltschutzbehörde EPA werden. Pruitt dürfte dafür sorgen, dass die strengen Auflagen, die Barack Obama im Programm für saubere Energie beispielsweise für den CO2-Ausstoß von Kohlekraftwerken erlassen hat, rückgängig gemacht werden. Er ist überhaupt gegen Grenzwerte, sogar wenn es um die Luftverschmutzung in den Nationalparks geht. © AFP
Andrew Puzder: Arbeitsminister. 
Andrew Puzder: Arbeitsminister. Der 66-jährige Chef von CKE Restaurants ist ein Gegner höherer Mindestlöhne und der Gesundheitsreform des scheidenden Präsidenten Barack Obama. © dpa
James Mattis: Verteidigungsminister.
James Mattis: Der pensionierte Vier-Sterne-General, der 2007 bis 2009 Nato-General war, ist Trumps designierter Verteidigungsminister. 2005 machte Mattis Schlagzeilen mit der Aussage, es mache „Spaß, ein paar Leute zu erschießen“, etwa in Afghanistan Männer, „die ihre Frauen fünf Jahre lang verprügeln, weil sie sich nicht verschleiert haben“. Trotz seiner markigen Aussprüche passt er nicht so recht in das Stereotyp des Kriegstreibers. Er hat sich sogar dafür ausgesprochen, das Budget des Außenministeriums zu erhöhen: Diplomatie müsse immer erste Wahl sein. © dpa
Steven Mnuchin: Finanzminister.
Steven Mnuchin: Finanzminister. Er ist ein ehemaliger Investmentbanker von Goldman Sachs und Wall-Street-Insider. Mnuchin war in der Vergangenheit in die Schlagzeilen geraten, weil eines seiner Finanzunternehmen in der Finanzkrise 35.000 Immobilien zwangsversteigerte und damit zahlreiche Opfer der Krise ohne Dach über dem Kopf ließ. © dpa
Wilbur Ross: Wirtschaftsminister.
Wilbur Ross: Wirtschaftsminister. Der Milliardär ist wie Mnuchin ein früherer Investmentbanker. © dpa
Betsy DeVos: Bildungsministerin.
Betsy DeVos: Bildungsministerin. Ist Vorsitzende einer Investmentfirma und Milliardärin. War Vorsitzende der republikanischen Partei in Michigan. Fordert schon länger eine Reform des Schulsystems. © AFP
Mike Pompeo: CIA-Direktor.
Mike Pompeo: Der künftige Geheimdienstchef kommt aus Kansas und gehört als Kongressabgeordneter der rechten Flügelgruppe Tea Party an. Er ist im Geheimdienst-Ausschuss des Repräsentantenhauses und pochte im Untersuchungsausschuss zur „Benghasi“-Affäre von Hillary Clinton auf eine angebliche Vertuschungsaktion zugunsten der damaligen Außenministerin. Als CIA-Chef muss er seine Leute beruhigen, die Trump reserviert gegenüberstehen. Pompeo fordert unter anderem, dass die NSA wieder unbegrenzt Metadaten sammeln dürfen soll. © AFP
Michael Flynn: Nationaler Sicherheitsberater.
Michael Flynn: Michael Flynn, ebenfalls ehemaliger General, fällt mit einer Weltsicht auf, die nur Gut und Böse, aber keine Grautöne kennt. Bis 2014 war er Direktor des Militärgeheimdienstes DIA. Der Islam ist für ihn eine politische Ideologie, ein „bösartiges Krebsgeschwür“. 2015 geriet Flynn unter Druck, nachdem er neben dem russischen Präsidenten Putin bei einer Gala des russischen Propagandasenders Russia Today (RT) in Moskau aufgetreten war. Flynn sagte, er sehe keinen Unterschied zwischen RT und US-Nachrichtensendern. Er gab zu, dafür bezahlt worden zu sein. © dpa
Steve Bannon: Chefstratege.
Steve Bannon: Der Publizist, Filmemacher und Berater war zuletzt Trumps Wahlkampfmanager. 2012 übernahm er das rechtspopulistische Portal Breitbart News. Der ultrakonservative Nationalist und Rassist wird der „alternativen Rechten“ zugeordnet. Aus seiner Geringschätzung gegen das politische Establishment in Washington macht er keinen Hehl – sowohl der Demokraten als auch der Republikaner. Nach seinem Karrieresprung wurde Bannon vom Hollywood Reporter nach seinen Vorbildern gefragt: „Dick Cheney. Darth Vader. Satan. Das ist Macht.“ Trump glaubt nicht, dass Bannon ein „Rechter“ oder ein Rassist ist. © dpa
Reince Priebus: Stabschef.
Reince Priebus: Stabschef. Er kontrolliert, welche Informationen zum Präsidenten gelangen. Der Stabschef hat maßgeblichen Einfluss auf dessen politische Agenda. © dpa
Nikki Haley: Uno-Botschafterin.
Nikki Haley: Uno-Botschafterin. Gouverneurin von South Carolina. Kaum außenpolitische Erfahrung. Gilt für viele als Hoffnungsträgerin im Team Trump, denn sie hatte ihn im Wahlkampf mehrmals kritisiert. © dpa
Jeff Sessions: Justizminister.
Jeff Sessions: Justizminister. Gilt als erz-konservativ. Hardliner in der Einwanderungspolitik. Wird immer wieder mit Rassismusvorwürfen in Verbindung gebracht. © dpa
Rex Tillerson
Rex Tillerson: Die Nominierung von Rex Tillerson ist ein sehr deutliches Signal, dass Donald Trump eine rasche Wiederannäherung an Russland anstrebt: Der Chef des Ölkonzerns ExxonMobil hat enge Kontakte nach Moskau. Putin kennt er seit den Neunzigern – 2012 erhielt er von ihm den Freundschaftsorden. Selbstverständlich ist Tillerson ein vehementer Gegner der westlichen Sanktionen. Trump pries den Manager für sein „tief reichendes Wissen von der Geopolitik“: Er unterhalte Beziehungen zu Staatenlenkern in der ganzen Welt. In der Tat gilt der vierfache Vater mit dem silbrigen Haar als geschickter Unterhändler, aber eben in Sachen Öl. Umweltschützer fürchten, er könne als Chefdiplomat Interessen des fossilen Energiesektors auf Kosten des Klimaschutzes durchboxen; allerdings erkennt Tillerson den Klimawandel als Tatsache an und begrüßt das Pariser Abkommen. © AFP

AFP

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