Überkapazitäten

China will Stahlproduktion verringern

+
Die chinesische Regierung will umweltschonendere Produktionsmethoden fördern. Foto: Mark

Für Kohle-, Stahl und andere Schwerindustrien in China laufen die Geschäfte schlecht. Peking steuert gegen: In den nächsten Jahren sollen die Überkapazitäten der Stahlindustrie und die der Kohleindustrie reduziert werden.

Peking (dpa) - Nach internationalem Druck will China seine Rohstahl-Produktion deutlich reduzieren. Bis 2020 sollten 100 bis 150 Millionen Tonnen weniger Stahl hergestellt werden, teilte das Industrieministerium mit.

China reagiert damit unter anderem auf Vorwürfe der Europäischen Union, den Weltmarkt wegen Überkapazitäten mit billigem Stahl zu überschwemmen.

Investitionen in weitere Kapazitätssteigerungen sollen den Angaben nach gestoppt werden, zugleich wolle die Regierung hoch technisierte und umweltschonendere Produktionsmethoden fördern. Im Februar hatte die chinesische Regierung die Streichung von etwa 1,8 Millionen Jobs im Kohle- und Stahlsektor angekündigt - ebenfalls, um Überkapazitäten abzubauen. Diese waren von 132 Millionen Tonnen im Jahr 2008 auf 327 Millionen Tonnen im Jahr 2016 gestiegen.

Bericht China Daily/Xinhua

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Marchionne tritt ab: Überraschender Führungswechsel bei Fiat-Chrysler und Ferrari

Die Autobauer Fiat-Chrysler und Ferrari ersetzen überraschend ihren Chef Sergio Marchionne. Offenbar wegen gesundheitlicher Probleme.
Marchionne tritt ab: Überraschender Führungswechsel bei Fiat-Chrysler und Ferrari

Ära Marchionne endet bei Fiat Chrysler und Ferrari vorzeitig

Der Mann, der die Autobauer Fiat und Chrysler einst rettete, sollte eigentlich erst 2019 abtreten. Doch nun ist für Konzernchef Sergio Marchionne schon deutlich früher …
Ära Marchionne endet bei Fiat Chrysler und Ferrari vorzeitig

G20-Treffen: Finanzminister Scholz wirbt für freien Handel

Eigentlich stehen die Zukunft der Arbeit und die Verbesserung der Infrastruktur auf der G20-Agenda. Wegen des anhaltenden Streits zwischen den USA, China und der EU um …
G20-Treffen: Finanzminister Scholz wirbt für freien Handel

Bericht: Datenleck bei Autobauern - auch VW betroffen

New York (dpa) - Zehntausende Dokumente mit sensiblen Daten großer Autohersteller sind laut einem Zeitungsbericht vorübergehend öffentlich im Internet aufgetaucht.
Bericht: Datenleck bei Autobauern - auch VW betroffen

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.