Job verloren

Daimler-Manager beleidigt Chinesen  als "Bastarde"

+
Wegen eines Streits mit einem Chinesen, in dem Kraftausdrücke und Pfefferspray zum Einsatz gekommen sein sollen, verliert der deutsche Spitzenmanager in Peking seinen Job. 

Peking - Bei einem Streit mit Chinesen in Peking hat sich ein deutscher Spitzenmanager offenbar im Ton vergriffen. Nun verliert er seinen Posten.

Der Autokonzern Daimler hat einen deutschen Top-Manager in Peking seiner Aufgaben entbunden, weil er Chinesen beleidigt haben soll. Ein solches Verhalten spiegle in keiner Weise die Werte von Daimler wider, teilte das Unternehmen in einer Erklärung mit. 

Der leitende Angestellte der Lastwagen-Sparte in China soll während eines Streits auf einem Parkplatz die Einheimischen als "Bastarde" beleidigt und beim anschließenden Streit mit Augenzeugen Pfefferspray versprüht haben.

Streit inzwischen beigelegt

Die Aussagen des Managers waren von chinesischen Medien und in sozialen Netzwerken öffentlich gemacht worden. Der Vorfall sei "abträglich für das Ansehen unseres Unternehmens und unangemessen für einen Manager unserer Marke", hieß es in der Erklärung. Der Streit sei mittlerweile einvernehmlich beigelegt worden, die Auseinandersetzung eine "rein private Angelegenheit" des Managers gewesen. Das Unternehmen hatte sich bereits für das Verhalten des Mitarbeiters entschuldigt und Konsequenzen angekündigt. 

Von wem die Aussagen des Managers veröffentlicht wurden, war nicht bekannt. In den sozialen Netzwerken attackierten viele Nutzer den Manager, mehrfach verbunden mit persönlichen Drohungen sowie der Veröffentlichung von Name, Adresse und Nummernschild. Er solle sich dafür offiziell entschuldigen, hieß es unter anderem auf Weibo. Andere Nutzer kommentierten, dass dieses Verhalten kein gutes Licht auf Deutschland und Ausländer in China werfe.

dpa

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Krise in der Einkaufsstraße: Modehandel verliert immer mehr Kunden

Mit Rabatten von bis zu 70 Prozent versucht der Modehandel in diesen Tagen noch einmal, die Kunden in die Innenstädte zu locken. Das ist auch bitter nötig, denn das …
Krise in der Einkaufsstraße: Modehandel verliert immer mehr Kunden

Nächste Brüsseler Milliarden-Strafe für Google

EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager lässt Google nicht vom Haken: Nach einer ersten Rekordstrafe von 2,42 Milliarden Dollar soll der Internet-Konzern im …
Nächste Brüsseler Milliarden-Strafe für Google

Scout24 übernimmt Finanzcheck.de

Frankfurt/Main (dpa) - Der Online-Portalbetreiber Scout24 übernimmt das Finanzportal Finanzcheck.de. Der Kaufpreis beläuft sich auf 285 Millionen Euro, wie der …
Scout24 übernimmt Finanzcheck.de

Münchner Aldi-Mitarbeiterin packt aus: So hart ist die Arbeit an der Kasse

Jeder Einkauf im Discounter endet an der Kasse. Aber wie gut werden die Kassierer eigentlich behandelt? Eine Aldi-Süd-Mitarbeiterin hat nun Auskunft gegeben.
Münchner Aldi-Mitarbeiterin packt aus: So hart ist die Arbeit an der Kasse

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.