Bau einer neuen Fabrik

Daimler setzt auf eigene Batterien für Elektroautos

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Im Werk der Daimler AG in Rastatt (Baden-Württemberg) wird am 22.01.2016 an einer Mercedes-Benz A-Klasse der Mercedes-Stern angebracht.

Berlin - Im Wettbewerb um die Produktion von Elektroautos will Daimler Vorreiter sein. Dabei setzt das Unternehmen nicht nur auf neue Automodelle, sondern auch auf selbst entwickelte Batteriesysteme.

Um seine Produktionskapazitäten zu erweitern, baut Daimler im sächsischen Kamenz eine zweite Batteriefabrik. Zur Grundsteinlegung wird am Montag nicht nur Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) erwartet, sondern auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

Vom ursprünglichen Ziel der Bundesregierung, bis 2020 eine Million Elektroautos auf Deutschlands Straßen zu bringen, hatte sich Merkel kürzlich zwar verabschiedet. Sie hoffe aber weiter auf den Durchbruch der Elektromobilität, sagte sie bei einem Arbeitnehmerkongress in Berlin.

Daimler hofft nicht nur, sondern investiert. "Im Zentrum unserer Strategie steht das emissionsfreie Fahren", erklärte Daimler-Chef Dieter Zetsche im März bei der Hauptversammlung in Berlin. Zu dieser Strategie gehört für den Autohersteller auch der Ausbau der Batterieproduktion. Effiziente Ladesysteme könnten künftig entscheidend sein, um sich von der Konkurrenz abzuheben. Die setzt wie Daimler verstärkt auf E-Mobilität - auch wegen immer strengerer Emissionsvorgaben der Politik.

Zehn Elektromodelle bis 2022

Bis 2022 will Daimler bei Pkw mehr als zehn reine Elektromodelle anbieten. Wichtiger Bestandteil der neuen Strategie sind laut Daimler-Vorstandsmitglied Thomas Weber "hocheffiziente Batterien" für die Elektro-und Hybridfahrzeuge von Mercedes-Benz und Smart.

Daimler war 2015 mit seiner Tochtergesellschaft Accumotive in das Geschäft mit stationären Speichern eingestiegen. Die Lithium-Ionen-Batterien können sowohl in der Industrie als auch in Privathaushalten zum Einsatz kommen, etwa um das Stromnetz zu stabilisieren oder Energie aus Photovoltaikanlagen zu speichern.

Mit dem neuen Accumotive-Werk soll sich die bisherige Logistik- und Produktionsfläche für die Batterieproduktion in Kamenz laut Daimler auf insgesamt rund 80.000 Quadratmeter vervierfachen. Derzeit beschäftigt Accumotive dort etwa 350 Mitarbeiter. Läuft für Daimler und Accumotive alles nach Plan, könnte sich ihre Zahl bis 2020 mehr als verdoppeln.

afp

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