Börse in Frankfurt

Dax dämmt Wochenminus ein

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Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. Foto: Fredrik von Erichsen

Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat am Freitag seine Erholung von den jüngsten Verlusten fortgesetzt. Zum Handelsende gewann der deutsche Leitindex 0,75 Prozent auf 12.380,94 Punkte und dämmte sein Wochenminus damit auf knapp 0,7 Prozent ein.

Der MDax der mittelgroßen deutschen Unternehmen stieg am Freitag um 0,52 Prozent auf 25.833,94 Punkte. Hintergrund waren Meldungen über eine begrenzte Waffenruhe in Teilen des Bürgerkriegslands Jemen und angebliche Signale der USA, dem Iran entgegen zu kommen.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx verabschiedete sich am Freitag 0,39 Prozent höher bei 3545,88 Zählern ins Wochenende. Für die nationalen Indizes in Paris und London ging es ebenfalls nach oben. Der New Yorker Dow Jones Industrial präsentierte sich zum europäischen Börsenschluss fast ein halbes Prozent im Plus.

Der Kapitalmarkttag von BASF ließ die Aktien um zweieinhalb Prozent steigen, womit sie zu den Dax-Favoriten zählten. Auf Beifall stießen Details des Chemiekonzerns zur angestrebten Trennung von der Bauchemiesparte sowie zum Ergebnisbeitrag der Sparmaßnahmen.

Andere Branchentitel zogen im Kielwasser dieser Entwicklung ebenfalls an. So ging es etwa für die Papiere des Indexnachbarn Covestro sogar um fast drei Prozent hoch.

Dagegen litt Dax-Schlusslicht Infineon mit nahezu zwei Prozent Minus darunter, dass der US-Wettbewerber Micron Technology wegen der Risiken des Handelskonflikts einen enttäuschenden Gewinnausblick veröffentlicht hatte.

Im MDax sorgte die Commerzbank mit dem nun näher erläuterten Umbau für Gesprächsstoff. Die Details kamen bei Anlegern einigermaßen gut an: Die Aktie verbuchte nach anfänglichen Verlusten letztlich einen Kursanstieg um 0,64 Prozent.

Spitzenreiter im Index der mittelgroßen Unternehmen war aber Osram: Die Titel zogen angesichts des zugespitzten Bieterkampfes um den Lichtspezialisten um fast fünfeinhalb Prozent auf 40,77 Euro an. Der österreichische Halbleiterhersteller AMS erhöhte seine Übernahmeofferte auf 41 Euro je Aktie, nachdem die konkurrierenden US-Finanzinvestoren Advent und Bain Capital angekündigt hatten, das bisherige AMS-Angebot zu überbieten.

Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite bei minus 0,58 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,01 Prozent auf 146,02 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,02 Prozent auf 174,22 Zähler. Der Euro erholte sich etwas von seinem neuen Zweijahrestief und kostete zuletzt 1,0944 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,0935 Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,9145 (0,9142) Euro gekostet.

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