Börse in Frankfurt

Dow-Gewinne und schwacher Euro treiben Dax an

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Im Schriftzug "DAX" spiegelt sich die große Anzeigetafel mit dem bis dahin erreichten Kursverlauf im Handelssaal der Börse in Frankfurt. Foto: Christoph Schmidt

Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat nach deutlichen Verlusten am Dienstag wieder zugelegt. Als Stütze für den am Mittwoch lange richtungslosen deutschen Leitindex erwiesen sich die Kursgewinne bei seinem US-Pendant Dow Jones Industrial und der zunehmend schwächelnde Euro.

Zum Handelsschluss notierte der Dax 0,74 Prozent im Plus bei 12.307,33 Punkten, womit er wieder an die Werte vor dem Kursrutsch am Vortag anknüpfte. Der MDax, in dem sich die mittelgroßen deutschen Unternehmen versammeln, stieg um 0,99 Prozent auf 25.831,19 Zähler, während es für den Technologiewerte-Index TecDax um 1,01 Prozent auf 2677,71 Punkte bergauf ging.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 fiel deutlicher um 0,51 Prozent und lag zum Börsenschluss bei 3412,08 Punkten. Auch in Paris und London legten die nationalen Indizes zu. An der Wall Street stand der Dow Jones zum europäischen Handelsende über ein halbes Prozent im Plus. Angesichts der Unsicherheiten vor dem Ende der zweitägigen Sitzung der US-Notenbank Fed und des Themas Handelspolitik präsentierten sich die Aktienkurse nach Ansicht von Analysten weitgehend stabil.

Eine Fed-Zinsanhebung um 0,25 Prozentpunkte am Mittwoch gilt als sicher, weshalb der Fokus auf Signalen der Notenbank über die Anzahl der weiteren Schritte in diesem Jahr liegen wird. Jüngste Äußerungen des neuen Fed-Vorsitzenden Jerome Powell hatten Spekulationen über womöglich vier Erhöhungen bis Jahresende befeuert. Bisher galten drei als ausgemacht. Steigende Zinsen schmälern tendenziell die Attraktivität von Aktien im Vergleich zu festverzinslichen Wertpapieren wie etwa Anleihen.

Derweil drohen die von US-Präsident Donald Trump beschlossenen Importzölle auf Stahl und Aluminium in Kürze in Kraft zu treten. Ungeachtet eines drohenden massiven Handelskonflikts wollen sich die anderen G20-Staaten aber nicht offen gegen die USA stellen und diese Strafzölle nicht anprangern.

Für die Lufthansa-Titel ging es nach einer Hochstufung durch Alphavalue um 2,70 Prozent nach oben. Die Papiere der Deutschen Börse legten dank einer neuen Kaufempfehlung der britischen Investmentbank HSBC um 2,40 Prozent zu.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,37 Prozent am Vortag auf 0,38 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,07 Prozent auf 139,89 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,08 Prozent auf 158,01 Punkte. Der Eurokurs sank auf 1,2255 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,2276 (Montag: 1,2309) Dollar festgesetzt.

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