Börse in Frankfurt

Dax kaum verändert - Starke Wochenbilanz

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Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. Foto: Fredrik von Erichsen/dpa

Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat sich am Freitag erneut an der Wall Street orientiert und ist dabei weiterhin um die Marke von 11.000 Punkten geschwankt.

Aus dem Handel ging der deutsche Leitindex schließlich kaum verändert mit plus 0,07 Prozent auf 11.073,87 Punkte. Auf Wochensicht legte er damit um fast 6 Prozent zu. Der MDax beendete den Freitag mit einem Aufschlag von 0,75 Prozent auf 24.590,01 Zähler.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 beendete den Freitag mit plus 0,02 Prozent auf 2905,47 Punkte. Die Börsen in Paris und London endeten hingegen leicht im Minus. In den USA gab der Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss um 0,4 Prozent nach.

Die Aktie von Lufthansa war nach einer Berg- und Talfahrt im Tagesverlauf letztlich mit minus 1,2 Prozent der schwächste Wert im Dax. Die Rettung der Fluggesellschaft durch die Bundesregierung zieht sich noch hin, zudem wird sie von Börsianern und Analysten eher kritisch gesehen. Die hohe Schuldenlast, die hohen Zinsaufwendungen und eine mögliche staatliche Interessenpolitik dürfte eine Restrukturierung behindern, schrieb etwa Commerzbank-Analyst Malte Schulz. Das werde Lufthansa einen unverkennbaren Nachteil im Vergleich zu den Wettbewerbern einbrocken.

Im Fokus stand außerdem der deutsche Immobiliensektor. In der Branche bahnt sich eine weitere Fusion an. Der Düsseldorfer Immobilienkonzern LEG will ein neues Schwergewicht auf dem deutschen Wohnungsmarkt bilden. Der Vorstand habe Gespräche mit der Hamburger TAG Immobilien AG über einen möglichen Zusammenschluss der beiden Unternehmen aufgenommen, teilte die LEG am Freitag mit. Das ließ die Aktie von TAG Immobilien bis auf das höchste Niveau seit Anfang März schnellen. Mit einem Plus von 6,6 Prozent ging sie schließlich ins Wochenende. Die LEG-Aktie legte zwar nur um 0,8 Prozent zu, hat sich aber seit ihrem Börsencrash-Tief im März auch schon wieder kräftig erholt.

Im Nebenwerteindex SDax sprangen Sixt mit plus 4,3 Prozent auf den ersten Platz. Analyst Stephan Bauer vom Bankhaus Metzler sieht für den Autovermieter Licht am Ende des Tunnels. Mit der Begründung von Reiseerleichterungen zahlreicher europäischer Länder sprach er nun eine Kaufempfehlung für die Aktie aus.

Ansonsten rückten an diesem Tag auch wieder einige Krisengewinner mit Rekordhochs in den Fokus. Neben dem Papier des Online-Essenslieferanten Delivery Hero gelang nun auch der Aktie des Spezialsoftware-Anbieters Teamviewer ein Rekordhoch und auch der des Online-Modehändlers Zalando.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von minus 0,46 Prozent am Vortag auf minus 0,48 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,12 Prozent auf 145,04 Punkte. Der Bund-Future sank um 0,01 Prozent auf 173,03 Zähler.

Der Euro rutschte am späten Nachmittag unter 1,09 US-Dollar und kostete zum Börsenschluss in Frankfurt 1,0895 Dollar. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,0904 (Donnerstag 1,1000) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9171 (0,9091) Euro.

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