Börse in Frankfurt

Nordkorea-Krise verschreckt Dax-Anleger

+
Ein Händler geht über das Parkett in der Börse in Frankfurt am Main und spiegelt sich dabei in einem Logo des Deutschen Aktienindexes (DAX). Foto: Fredrik von Erichsen

Unverhohlene Kriegsrhetorik im Nordkorea-Konflikt sorgt bei den Investoren am Aktienmarkt zur Wochenmitte für Verunsicherung.

Frankfurt/Main - Der Dax sank in der ersten Handelsstunde um 0,74 Prozent auf 12 201,40 Punkte. Am Dienstag hatte der deutsche Leitindex noch etwas zugelegt und knapp unter 12 300 Punkten geschlossen.

Der MDax der mittelgroßen Werte gab im frühen Mittwochshandel um 0,97 Prozent auf 24 908,42 Punkte nach. Der Technologiewerte-Index TecDax verlor 0,84 Prozent auf 2265,11 Zähler. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,71 Prozent runter.

An den asiatischen Börsen hatten die zunehmenden politischen Spannungen zwischen Nordkorea und den USA die Kurse ebenfalls belastet. Nordkoreas Militär hatte den Vereinigten Staaten mit einem Raketenangriff auf die US-Pazifikinsel Guam gedroht und damit einen der gefährlichsten Konflikte der Welt weiter angeheizt. Zuvor hatten Berichte über große Fortschritte des kommunistischen Staats mit seinem Atom- und Raketenprogramm das Ausland aufgeschreckt. US-Präsident Donald Trump hatte daraufhin indirekt militärische Gewalt angedroht.

An den internationalen Finanzmärkten wurden verstärkt sichere Häfen angesteuert. Nach oben ging es mit den Kursen von sicheren Bundesanleihen, wobei sich die Aufschläge im frühen Handel in Grenzen hielten. Etwas stärker zulegen konnte der Goldpreis. Am Morgen wurde eine Feinunze (31,1 Gramm) bei 1268,36 US-Dollar gehandelt und damit etwa sieben Dollar höher als am Vorabend.

Hierzulande geht derweil die Bilanzsaison weiter mit Geschäftszahlen des Rückversicherers Munich Re und des Versorgers Eon, beide aus dem Dax, sowie einigen Vertretern aus der zweiten und dritten Reihe.

Beim weltgrößten Rückversicherer Munich Re hatten geringere Katastrophenschäden und eine Steuergutschrift einen Gewinneinbruch im zweiten Quartal abgemildert. Die Papiere standen zuletzt 0,05 Prozent höher. Der Energiekonzern Eon profitierte im zweiten Quartal von der Rückzahlung der Atomsteuer und will den Aktionären nun mehr Dividende zahlen. Die Titel rückten zunächst vor, gaben zuletzt aber um ein knappes halbes Prozent nach.

Im MDax sackten die Anteile des Chemikalienhändlers Brenntag nach der Bekanntgabe von Quartalszahlen als schwächster Index-Wert um rund 5 Prozent ab. Händler bezeichneten den Ausblick als enttäuschend. Die Symrise-Papiere verloren gut dreieinhalb Prozent, obwohl der Duftstoff- und Aromenhersteller die Ertragsprognose für laufende Jahr erhöht hatte.

dpa

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Mögliche Vorentscheidung über Verkauf von Air Berlin

Vom Lufthansa-Konzern bis zum Berliner Mittelständler: Das Feld der Bieter für die insolvente Fluggesellschaft ist groß. Heute beugen sich die Gläubiger über die …
Mögliche Vorentscheidung über Verkauf von Air Berlin

US-Notenbank lässt Leitzins unverändert

Die US-Notenbank will den Märkten weiter Kapital entziehen. Nach zwei Zinsanhebungen sollen im Oktober erste kleine Teile des riesigen Anleihenberges verkauft werden, …
US-Notenbank lässt Leitzins unverändert

Handel mit HTC-Aktien für "wichtige Ankündigung" ausgesetzt

Taipei (dpa) - Der Handel mit Aktien des Elektronik-Konzerns HTC wird inmitten von Spekulationen über einen Verkauf des Smartphone-Geschäfts an Google ausgesetzt.
Handel mit HTC-Aktien für "wichtige Ankündigung" ausgesetzt

Kaum Bewegung am Aktienmarkt vor Aussagen der US-Notenbank

Frankfurt/Main (dpa) - Vor dem Leitzinsentscheid der US-Notenbank Fed sind die Anleger am deutschen Aktienmarkt in Deckung geblieben.
Kaum Bewegung am Aktienmarkt vor Aussagen der US-Notenbank

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.