Börse in Frankfurt

Anleger nach starkem Jahresauftakt vorsichtig

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Ein Händler geht über das Parkett in der Börse in Frankfurt am Main und spiegelt sich dabei in einem Logo des Deutschen Aktienindexes. Foto: Fredrik von Erichsen

Frankfurt/Main (dpa) - Der starke Jahresauftakt des Dax hat die Anleger wieder vorsichtig gestimmt. Der deutsche Leitindex zeigte sich vor allem am Nachmittag über weite Strecken richtungslos mal im Plus, mal im Minus.

Positive Konjunkturdaten aus den USA dienten nur kurzfristig als Impulsgeber für weitere Gewinne. Mit einem kleinen Minus von 0,12 Prozent beendete der Dax bei 11 584,24 Punkten schließlich den relativ ruhigen Handel.

Am Montag hatte das Börsenbarometer erstmals wieder seit Mitte August 2015 zeitweise die Marke von 11 600 Punkten übersprungen. Letztlich hatte er zwar darunter geschlossen, aber dennoch um etwas mehr als ein Prozent zugelegt. Der MDax, der zum Jahresauftakt mit dem SDax auf ein Rekordhoch gestiegen war, hielt sich am Dienstag mit plus 0,01 Prozent bei 22 407,99 Punkten stabil. Der Technologiewerte-Index TecDax gab um 0,04 Prozent auf 1839,81 Punkte nach.

Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,19 Prozent auf 3315,02 Punkte nach oben auf den höchsten Stand seit Mitte Dezember 2015. In Paris und auch in London, wo erst an diesem Dienstag die Börse wieder öffnete, wurden ebenfalls Gewinne verbucht. Nach dem verlängerten Neujahrswochenende wurde zudem auch in den USA wieder gehandelt. Der Leitindex Dow Jones stieg zum Handelsschluss in Europa um 0,2 Prozent, die Nasdaq-Börsen legten noch etwas deutlicher zu.

Nachdem am Nachmittag besser als erwartete Daten zur Stimmung in der US-Industrie die Börsen erreichten und das den Dax wieder über 11 600 Punkte schob, sprach NordLB-Analyst Tobias Basse von "chronischem Optimismus". Die US-Wirtschaft habe zwar an Fahrt gewonnen, was positiv für Aktien sei. Allerdings, so schränkte er ein, handele es sich noch um Vorschusslorbeeren. Er warnte daher: "Wir werden zunehmend nachdenklich und fragen uns immer stärker, ob von den Finanzmärkten Risiken nicht schon in zu starkem Umfang ignoriert werden."

Unter den Einzelwerten waren erneut die Aktien der Commerzbank Spitzenreiter. Nach einem Plus von 3,5 Prozent am Vortag stiegen sie nun um weitere 4,29 Prozent. Allerdings waren sie 2016 zusammen mit den Papieren der Deutschen Bank mit einem Wertverlust von fast 25 Prozent auch die schwächsten Aktien im Dax gewesen. Die Deutsche-Bank-Aktien legten am Dienstag um 0,97 Prozent zu und bauten damit ihr Vortagesplus von 1,7 Prozent ebenfalls aus.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,00 Prozent am Vortag auf 0,06 Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,26 Prozent auf 142,21 Punkte. Der Euro-Bund-Future verlor zuletzt 0,62 Prozent auf 163,44 Punkte. Der Kurs des Euro übersprang am frühen Abend wieder die Marke von 1,04 US-Dollar und kostete 1,0417 Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,0385 (Montag: 1,0465) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9629 (0,9556) Euro.

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