Strafzölle

Deutsche Autobranche sieht Trumps Drohungen mit "großer Sorge"

Berlin - Die von US-Präsident Donald Trump angedrohten Strafzölle auf ausländische Produkte sorgen in der Automobilbranche weiterhin für Verunsicherung. Vor allem auch in Deutschland.

Die IG Metall und die Betriebsräte der deutschen Autoindustrie erklärten am Dienstag in einer gemeinsamen Stellungnahme, sie verfolgten entsprechende Ankündigungen Trumps mit "großer Sorge". Deutsche Unternehmen hätten im vergangenen Jahr in die USA Fahrzeuge und Fahrzeugteile im Wert von etwa 30 Milliarden Euro exportiert.

Von Strafzöllen wäre die deutsche Branche "in besonderer Weise betroffen", erklärten die Arbeitnehmervertreter. Die USA seien zudem für die deutsche Automobilindustrie nicht nur ein gewichtiger Absatzmarkt, sondern auch ein ebenso wichtiger Produktionsstandort für Autobauer wie Zulieferer gleichermaßen. Damit die international hochgradig vernetzten Wertschöpfungsketten weiterhin funktionierten, "braucht es offene Märkte und ein faires Handelssystem".

Trump hatte bereits mehrfach eine protektionistische Wirtschaftspolitik angekündigt. Im Wahlkampf und danach kritisierte er die Freihandelsverträge seines Landes scharf und kündigte neue Zölle, Subventionen für die heimische Wirtschaft und einen abgeschotteten Binnenmarkt an. Zudem drohte er mit Strafzöllen gegen deutsche Autobauer.

AFP

Rubriklistenbild: © dpa

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