Verkauf oder Börsengang

Deutsche Bahn will bis Jahresende über Arriva entscheiden

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Ein Zug des Verkehrsunternehmens Arriva in Wales. Die Deutsche Bahn will in den nächsten Wochen festlegen, wie sie ihre Tochter zu Geld macht. Foto: Peter Byrne/PA Wire/dpa

Arriva betreibt Busse und Bahnen in 14 europäischen Ländern. Bis Jahresende will die Deutsche Bahn über einen Verkauf oder einen Börsengang ihrer Tochter entscheiden.

Berlin (dpa) - Die Deutsche Bahn will in den nächsten Wochen festlegen, wie sie ihre Tochter Arriva zu Geld macht.

"Wir gehen davon aus, dass wir noch in diesem Jahr eine Entscheidung treffen werden, welchen genauen Weg wir beschreiten", sagte eine Sprecherin. Der Konzern will sich von Arriva trennen, entweder mit einem Verkauf oder über einen Börsengang. Eigentlich wollte der Aufsichtsrat sich schon im September für eine Variante entscheiden. Der hoch verschuldete Staatskonzern braucht das Geld für die Eisenbahn in Deutschland.

Arriva betreibt Busse und Bahnen in 14 europäischen Ländern, macht aber gut 60 Prozent seines Umsatzes in Großbritannien, wo es auch seinen Sitz hat. Ein Börsengang birgt daher Risiken, weil nicht sicher ist, wann und wie Großbritannien wie geplant aus der EU austritt. Zugleich ist offen, wie viel die Kaufinteressenten zu zahlen bereit wären.

In Medienberichten war von einem möglichen Erlös von bis zu vier Milliarden Euro die Rede. Allerdings habe Arriva auch mehr als eine Milliarde Euro Schulden. Der Konzern-Aufsichtsrat entschied im September, zunächst über eine Anleihe bis zu zwei Milliarden Euro aufzunehmen.

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