Financial Stability Board

Deutsche Bank gilt weiterhin als global systemrelevant

+
Die Deutsche Bank rangiert in der Einstufung durch den FSB in einer Gruppe mit der Bank of America, der Citigroup und der britischen Großbank HSBC. Foto: Andreas Arnold

Basel (dpa) - Die Deutsche Bank wird nach Einschätzung eines internationalen Beobachtergremiums weiterhin als systemrelevant für die globale Stabilität der Finanzmärkte eingeschätzt.

Das bedeutet: der Zusammenbruch einer solchen global operierenden und stark mit anderen Instituten vernetzten Geschäftsbank könnte die Wirtschaft weltweit insgesamt ins Wanken bringen.

Der internationale Finanzstabilitätsrat (Financial Stability Board/FSB) stufte den deutschen Branchenprimus in der aktuellen Bewertung immer noch weit vorne unter den systemrelevanten Banken ein. Das geht aus der in Basel veröffentlichten aktuellen Liste des FSB hervor. Banken in dieser Kategorie sind gehalten, einen zusätzlichen Eigenkapitalpuffers von zwei Prozent auf die Risikopositionen zu halten.

Die Deutsche Bank rangiert in der Einstufung durch den FSB in einer Gruppe mit der Bank of America, der Citigroup und der britischen Großbank HSBC. Weltweit wird nur noch eine Bank als noch bedeutender für die internationale Finanzstabilität eingeschätzt: Die US-Investmentbank JPMorgan Chase. Hier empfehlen die Stabilitätswächter einen zusätzlichen Eigenkapitalpuffer von 2,5 Prozent auf die Risikopositionen.

Insgesamt umfasst die jährlich aktualisierte Liste global systemrelevanter Banken 30 Institute. Die Royal Bank of Canada ist hinzugekommen, dafür ist die französische Groupe BPCE nicht mehr dabei. Wichtiges Kriterium ist neben der Größe auch die Vernetzung in der Finanzwelt.

Das FSB war 2009 als Reaktion auf die Finanzkrise von der Gruppe der 20 wichtigsten Industrie-und Schwellenländern (G20) gegründet worden. Das Gremium soll Notenbanker, Aufseher und Regierungsvertreter der Länder zusammenzubringen und das Vorgehen koordinieren. Die Umsetzung in konkrete Regeln liegt bei den nationalen Gesetzgeber.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Trump kritisiert Zinspolitik der US-Notenbank

Der US-Präsident sagt mitunter Dinge, die er besser für sich behalten sollte. Diesmal rüffelt er die unabhängige Notenbank Fed, weil diese die Leitzinsen erhöht hat. …
Trump kritisiert Zinspolitik der US-Notenbank

Google soll komplett neuen Android-Nachfolger entwickeln

Ein Google-Team entwickelt laut einem Medienbericht eine komplett neue Software, die auch als Ersatz für das dominierende Smartphone-System Android gedacht ist.
Google soll komplett neuen Android-Nachfolger entwickeln

EU bereitet Maßnahmen gegen mögliche US-Autozölle vor

Verhängen die USA im Handelsstreit mit der EU hohe Sonderzölle auf Autos? Diese Frage sorgt seit Monaten für Nervosität - vor allem Deutschland bangt wegen seiner großen …
EU bereitet Maßnahmen gegen mögliche US-Autozölle vor

Dax weitet Verluste aus

Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat am Donnerstag seine Verluste ausgeweitet. Zum Handelsschluss blieb der deutsche Leitindex mit einem Minus von 0,62 Prozent auf …
Dax weitet Verluste aus

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.