Drei Verlustjahre in Folge

Deutsche Bank verzichtet erneut auf Vorstandsboni

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Dunkle Wolken sind über der Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt am Main aufgezogen. Foto: Arne Dedert/Illustration

Berlin (dpa) - Der Vorstand der Deutschen Bank verzichtet nach Angaben von Konzernchef John Cryan auch in diesem Jahr auf einen Bonus.

Die variable Vergütung für die Mitarbeiter des zuletzt mit Verlusten kämpfenden Geldhauses hingegen werde wie geplant gezahlt, sagte Cryan nach Angaben von "Zeit online" auf einer Veranstaltung in Austin (Texas).

Deutschlands größtes Geldhaus hatte 2017 unter dem Strich erneut rote Zahlen erwirtschaftet. Knapp eine halbe Milliarde Euro Verlust (minus 497 Mio Euro) stand Ende 2017 in den Büchern. 2015 hatte die Bank ein Rekordminus von rund 6,8 Milliarden Euro verbucht, 2016 lag das Minus bei 1,4 Milliarden Euro. Dennoch will die Deutsche Bank nach unbestätigten Medienberichten etwa eine Milliarde Euro Boni an Mitarbeiter ausschütten.

"Ich weiß nicht, woher die Milliarde kommt", sagte Cryan dazu laut "Zeit online: "Die variable Vergütung wird nicht ganz so hoch wie 2015 ausfallen, aber deutlich höher als 2016", sagte er am Rande eines Technologie-Festivals im Gespräch mit "Zeit-online"-Chefredakteur Jochen Wegner.

2017 hatte die Deutsche Bank die Boni drastisch gekürzt. Der Bonuspool für 2016 nahm im Vergleich zum Vorjahr um fast 80 Prozent auf rund 500 Millionen Euro ab. Schon seit Jahren schrumpft der Topf für die variable Vergütung: Für 2013 waren es 3,2 Milliarden Euro, ein Jahr später 2,7 Milliarden, für 2015 flossen 2,4 Milliarden Euro.

Der Dax-Konzern veröffentlicht am 16. März seinen Geschäftsbericht für 2017, aus dem unter anderem auch Angaben zur Vorstandsvergütung hervorgehen.

Obwohl die Bank 2017 viele Erfolge erzielt habe, fühle sich der Vorstand dafür verantwortlich, nicht alle Ziele erreicht zu haben. Deshalb verzichte die Führung abermals auf die Bonuszahlungen, sagte Cryan laut ""Zeit online". Cryan will die Deutsche Bank nach drei Verlustjahren in Folge 2018 in die Gewinnzone zurückführen.

Bericht von "Zeit online"

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