Absurder Gedanke

Kein Witz! DHL liefert bald Pakete ins Weltall

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Deutsche Post DHL

Der Gedanke hört sich absurd an: DHL, die Tochterfirma der Deutschen Post, will bald schon Pakete zum Mond schicken. Aber warum überhaupt?

Viele Verbraucher regen sich immer wieder über Kurierfahrer von DHL auf. Der Grund: Viel zu oft erhält man einfach nur die kleinen gelben Zettelchen im Briefkasten, dass keiner zu Hause gewesen wäre. Der Frust ist dann umso größer, wenn man feststellt, dass man zur Deutschen Post auf der anderen Seite der Stadt fahren muss, um seine Lieferung endlich zu bekommen. Briefkästen gibt es auf dem Mond noch nicht, dafür will die DHL ab 2019 Pakete wortwörtlich - ins Weltall liefern.

Was aber teuer werden könnte - der Transport von rund einem Kilogramm kostet etwa 1,2 Millionen Dollar. Normalverdiener sollten also weiterhin auf die DHL in Deutschland setzen. In den Geschäftsbedingungen des Lieferers ist verankert, dass keine lebendigen oder verderblichen Gütern auf den Mond geschickt werden dürfen. Dafür aber gerne andere Kuriositäten. Andere Vorschläge von DHL sind vor allem Erinnerungsstücke von geliebten Menschen, die ihre Zeit überdauern sollen: Eine Haarlocke des Erstgeborenen, ein Familienfoto oder die Ehrenmedaille? Das soll schon in knapp zwei Jahren kein Problem mehr sein. Der Name, in dem die wertvollen Gegenstände verschickt werden, ist passender denn je: „Moonbox“. Zusammen mit dem US-Unternehmen Astrobotic will DHL das Unmögliche wahr machen.

„Mond für jedermann zugänglich machen“

Wie die Kölnische Rundschau mitteilte, sagte Dan Hendrickson, Vizepräsident für Geschäftsentwicklung bei Astrobotic: „Unser Hauptziel ist es, den Mond für jedermann zugänglich zu machen.“ Soll aber nicht nur bedeuten, dass die Konsumenten etwas davon haben sollen, sondern auch Wissenschaftler und Unternehmer.

Mit dem Erlös sowie den Erfahrungen, die die DHL mit dem Projekt macht, fördert sie die Weltraumforschung. So wollen sie komplexere wissenschaftliche Transporte und über lange Zeit sogar private Missionen zum Mond ermöglichen. Der Astrobotic aus Pittsburgh ist ein Aspirant, der mit dem kommerziellen Landemodul Peregrine den Mond anfliegen will und dafür jetzt zwei wichtige industrielle Partner gefunden hat: Airbus DS, die Raumfahrt-Tochter des europäischen Luftfahrtkonzerns, und die Deutsche-Post-Tochter DHL.

Erst kürzlich hat Physiker Stephen Hawkings dazu geraten, dass die Menschen zum Mond übersiedeln sollten, weil die Welt bald zu Grunde gehen soll. Ob sich die neuen Siedler dann aber über haufenweise Päckchen mit Erinnerungsstücken der gut betuchten Menschen freuen, die überall im Weltall verteilt sind, ist fraglich.

nm

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