Deutsche Russland-Exporte brechen um 35 Prozent ein

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Der Vorsitzende des Ost-Ausschusses der deutschen Wirtschaft, Eckhard Cordes erwartet für die nächsten Monate keine Besserung im Handel. Foto: Michael Kappeler/Archivbild

Berlin (dpa) - Die deutschen Exporten nach Russland sind wegen der westlichen Sanktionen und der politischen Unsicherheit zu Jahresbeginn eingebrochen. 

Die Ausfuhren im Januar schrumpften im Vergleich zum Vorjahresmonat von 2,22 Milliarden auf 1,44 Milliarden Euro, wie aus Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervorgeht.

Das ist ein Minus von rund 35 Prozent. Auch die Exporte deutscher Firmen in die Ukraine leiden. Sie gingen von 321 Millionen Euro im Januar 2014 auf nur noch 194 Millionen Euro zurück - ein Minus von fast 40 Prozent.

Der Vorsitzende des Ost-Ausschusses der deutschen Wirtschaft, Eckhard Cordes, meinte, der rekordverdächtige Rückgang zeige, dass die deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen vor einer großen Belastungsprobe stünden. 

"Die politische Krise infolge des Ukraine-Konflikts schlägt voll auf die Wirtschaft und die gegenseitigen Wirtschaftsbeziehungen durch." Für die Politik müsse das ein Signal sein, "die diplomatischen Bemühungen für eine rasche Entschärfung des Konfliktes weiter hochzuhalten".

Für die nächsten Monate erwartet Cordes keine Besserung im Handel: Alte Aufträge seien abgearbeitet, neue Geschäfte würden durch die Rubelschwäche und die Wirtschaftssanktionen erschwert. "Russische Unternehmen kommen nur noch schwer an Kredite, deutsche Unternehmen halten sich mit Investitionen zurück." Im vergangenen Jahr waren die deutschen Russland-Exporte bereits um rund 6,5 Milliarden Euro zurückgegangen, die gesamten EU-Exporte um 16 Milliarden. 

Übersicht über die Sanktionen gegen Russland beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle

GTAI zu Russland-Sanktionen

Rüstungsexportbericht der Bundesregierung 1. Halbjahr 2014

Rüstungsexportbericht der Bundesregierung 2013

VDMA zu Russland-Sanktionen

ZVEI-Mitteilung zu Exporten 2014

GTAI zu russischer Wirtschaft, Stand November 2014

Mitteilung BVE

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