Bundesamt legt Daten vor

Deutscher Staat mit Rekordüberschuss?

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Containerschiff im Hamburger Hafen. Der Konjunkturboom 2017 hat dem Staatshaushalt steigende Steuern und Sozialbeiträge beschert. Foto: Angelika Warmuth/Archiv

Wiesbaden (dpa) - Der deutsche Fiskus hat im vergangenen Jahr erneut mehr eingenommen als ausgegeben. Nach vorläufigen Angaben erzielten Bund, Länder, Gemeinden und Sozialkassen einen Rekordüberschuss von insgesamt 38,4 Milliarden Euro.

Bezogen auf die Wirtschaftsleistung lag das Plus bei 1,2 Prozent, nach 0,8 Prozent im Vorjahr. Die endgültigen Daten will das Statistische Bundesamt heute bekannt geben.

Der Konjunkturboom 2017 bescherte dem Staatshaushalt steigende Steuern und Sozialbeiträge. Europas größte Volkswirtschaft profitierte auch von den niedrigen Zinsen. Der Staat kommt dadurch am Kapitalmarkt billiger an Geld.

Deutschland ist seit Jahren weit entfernt von der Defizit-Grenze des Maastricht-Vertrages. Darin erlauben sich die Europäer höchstens ein Defizit von 3,0 Prozent der Wirtschaftsleistung. Ein - wenn auch minimales - Minus hatte Deutschland zuletzt 2013 verbucht.

Im vergangenen Jahr war die deutsche Wirtschaft um 2,2 Prozent gewachsen. Es war das stärkste Plus seit sechs Jahren. Im vierten Quartal legte das Bruttoinlandsprodukt nach vorläufigen Daten um 0,6 Prozent gegenüber dem Vorquartal zu. Getragen wurde das Wachstum zum Jahresende vor allem vom Export.

Im Inland investierten die Unternehmen mehr in Maschinen und andere Ausrüstungen. Die Investitionen in Bauten sanken Ende 2017 hingegen etwas. Die Konsumausgaben der Verbraucher, die im Gesamtjahr die Konjunktur angetrieben hatten, lagen in etwa auf dem Niveau des Vorquartals.

Statistisches Bundesamt zu Bruttoinlandsprodukt

Deutsches BIP preisbereinigt seit 2007

Eurostat zu BIP im Euroraum

Monatsberichte Bundesbank

Jahresgutachten Wirtschaftsweise

Ifo-Geschäftsklima

GfK zu Konsumklima

Zeitreihe Leitzinsen der EZB

EZB-Kaufprogramme

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