Fehlende Kapazitäten

Dobrindt: Erhebliche Investitionen in Airport Tegel sinnvoll

Aus Sicht des Berliner Flughafenchefs Engelbert Lütke-Daldrup wäre ein dauerhafter Weiterbetrieb von Tegel auch wegen hoher Kosten unwirtschaftlich. Foto: Sophia Kembowski
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Aus Sicht des Berliner Flughafenchefs Engelbert Lütke-Daldrup wäre ein dauerhafter Weiterbetrieb von Tegel auch wegen hoher Kosten unwirtschaftlich. Foto: Sophia Kembowski

Berlin (dpa) - Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hält einen Weiterbetrieb des Berliner Flughafens Tegel auch bei größeren Sanierungskosten für sinnvoll.

Bisher zu hörende Zahlen zu nötigen Investitionen, hätten ihn "nicht besonders beeindruckt", sagte Dobrindt am Freitag in Berlin. "Wenn wir damit es schaffen, dass diese Hauptstadt weltweit angebunden bleibt über Flughäfen, ist es in der Tat wert, auch in diesen Flughafen Tegel wieder einen erheblichen Betrag zu investieren." Er halte es für richtig, jetzt darüber nachzudenken, wie der Airport erhalten werden könne.

Aus Sicht des Berliner Flughafenchefs Engelbert Lütke-Daldrup wäre ein dauerhafter Weiterbetrieb von Tegel auch wegen hoher Kosten unwirtschaftlich. Eine notwendige Grundsanierung des Komplexes aus den 1970er-Jahren würde mehr als eine Milliarde Euro kosten.

Eine maßgeblich von der FDP getragene Initiative hat einen Volksentscheid zur Offenhaltung Tegels parallel zur Bundestagswahl am 24. September erzwungen. Bisher ist die Schließung vorgesehen, wenn der künftige Hauptstadtflughafen BER in Schönefeld irgendwann eröffnet wird.

Dobrindt warnte erneut vor fehlenden Kapazitäten angesichts des erwarteten Luftverkehrswachstums bis 2025 in Berlin. "Zu sagen, wir machen die Augen davor zu, dass es zehn Millionen Passagiere gibt, die wir nicht transportieren können, geht glaube ich nicht."

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