Britischer Hausgeräte-Anbieter

Dyson steigert Umsatz um 40 Prozent

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Beim Gewinn gibt Dyson nur das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen bekannt. Foto: Axel Heimken

Dyson wächst mit seinen Staubsaugern und Haartrocknern vor allem in Asien. Während die britische Firma massiv in den Einstieg ins Autogeschäft investiert, würde Gründer und Chef James Dyson am liebsten überhaupt keine Geschäftszahlen mehr preisgeben.

Malmesbury (dpa) - Der britische Hausgeräte-Anbieter Dyson hat im vergangenen Jahr durch einen Schub in Asien den Umsatz um 40 Prozent gesteigert. Die Erlöse des vor allem für seine Staubsauger bekannten britischen Unternehmens erreichten 3,5 Milliarden Pfund (knapp vier Milliarden Euro).

Aus Asien seien fast drei Viertel des Wachstums gekommen, teilte Dyson mit. Das Geschäft in Kontinental-Europa und den USA sei unterdessen um jeweils rund ein Fünftel gewachsen.

Beim Gewinn gibt Dyson nur das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen bekannt. Hier gab es im vergangenen Jahr ein Plus von 27 Prozent auf 801 Millionen Pfund (rund 900 Mio Euro). Gründer James Dyson kritisierte unterdessen, dass die Firma wegen der Regeln in Großbritannien überhaupt Geschäftszahlen preisgeben müsse, obwohl sie im Familienbesitz sei. Das verzerre den Wettbewerb, weil "unsere Konkurrenten in anderen Ländern genau sehen können, was wir machen, und wir keinen Einblick bekommen, was die machen", sagte Dyson der "Financial Times".

Dyson gab im vergangenen Jahr bekannt, dass die Firma an einem Elektroauto arbeitet. Nach bisherigen Angaben soll jeweils eine Milliarde Pfund in die Batterieentwicklung und in die Fahrzeugproduktion investiert werden. Dyson forscht an einer innovativen Feststoff-Batterie, die Energie effizienter als heutige Lithium-Ionen-Akkus speichern soll. Aktuell gebe es noch 300 offene Stellen in Dysons Autoentwicklung allein in Großbritannien.

Das erste Dyson-Auto soll nach bisherigen Angaben 2020 oder 2021 auf den Markt kommen. Nach Informationen der "Financial Times" sollen davon allerdings nur einige tausend Fahrzeuge mit herkömmlichen Lithium-Ionen-Akkus gebaut werden, um die Zuliefererkette aufzubauen und den Markt zu erkunden. Erst zwei bereits geplante weitere Modelle mit den hauseigenen Feststoff-Batterien solle es in erheblich größeren Stückzahlen geben.

Dyson entwickele auch neue Technologien in den Bereichen Robotik und optische Systeme sowie bei maschinellem Lernen und künstlicher Intelligenz, teilte die Firma am Donnerstag mit. Der neue Chef Jim Rowan arbeite von Singapur aus, wo 330 Millionen Pfund in Forschung und Produktion investiert werden sollen. Von Rowans Vorgänger Max Conze trennte sich Dyson im vergangenem Herbst im Streit, mit gegenseitigen Klagen, die am Ende beigelegt wurden. Conze wurde jüngst zum nächsten Chef des Fernsehkonzerns ProSiebenSat.1 berufen.

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