Umfangreiche Krisenpläne

EnBW verspricht sichere Versorgung in der Coronavirus-Krise

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Das Verwaltungsgebäude des Energiekonzerns EnBW. Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild

Wie wirkt sich die Coronavirus-Pandemie auf das Geschäft von EnBW aus? Nicht sehr stark, ist Vorstandschef Mastiaux überzeugt. Aber es bestehe auch ein gewisses Risiko.

Karlsruhe/Stuttgart (dpa) - EnBW verspricht in der Coronavirus-Krise eine stabile Energieversorgung.

Es seien umfangreiche Krisenpläne und -vorbereitungen getroffen worden, um die Mitarbeiter vor Ansteckung zu schützen und die Arbeitsfähigkeit und Stabilität der kritischen Prozesse und Aufgaben sicherzustellen, sagte Vorstandschef Frank Mastiaux bei der Vorstellung der Geschäftszahlen am Donnerstag. "Unsere Mitarbeiter machen unter den erschwerten Bedingungen einen tollen Job. Die EnBW steht stabil."

Die Folgen der Coronavirus-Pandemie werden nach Angaben von Finanzvorstand Thomas Kusterer voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf das operative Ergebnis des Geschäftsjahres 2020 haben. Es bestehe aber ein begrenztes Risiko. "Wir beobachten die Situation sehr genau."

Das Karlsruher Unternehmen steigerte sein Ergebnis 2019 bei sinkendem Umsatz deutlich. Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Adjusted Ebitda), mit dem EnBW das laufende Geschäft abbildet, stieg 2019 um 12,7 Prozent auf 2,43 Milliarden Euro. Trotz der Coronavirus-Pandemie rechnet Kusterer auch im laufenden Jahr mit einem zweistelligen Ergebniswachstum zwischen 13 und 19 Prozent. Bis 2025 soll das EBITDA auf 3,2 Milliarden Euro wachsen.

Der Gewinn unter dem Strich legte 2019 mehr als eine Verdopplung hin und lag bei 734,2 Millionen Euro. Der Umsatz ging hauptsächlich wegen eines geringeren Handelsvolumens und niedrigerer Gaspreise um 9,9 Prozent auf 18,77 Milliarden Euro zurück.

Nach Kusterers Angaben haben alle Geschäftssegmente zu dem Ergebnis beigetragen. Besonders gut habe sich der Bereich der Erneuerbaren Energien entwickelt. Ein Grund für das starke Wachstum waren Zukäufe in Schweden und Frankreich. Ab dem vierten Quartal habe auch der Offshore-Windpark Hohe See beigetragen. Geschwächelt hat dagegen das Segment Erzeugung und Handel.

EnBW baut das Unternehmen seit Jahren um, von Kohle und Atom hin zu Erneuerbaren Energien. Seit 2012 sei die installierte Leistung der Windkraft von 218 auf fast 1800 Megawatt erhöht worden. Bei der Photovoltaik seien 109 Megawatt erreicht.

EnBW will die Dividende um 5 Cent je Aktie auf 70 Cent erhöhen. Allerdings muss die ursprünglich für den 12. Mai vorgesehene Hauptversammlung wegen der Coronavirus-Pandemie verschoben werden. Das Unternehmen befindet sich weitestgehend im Besitz der Öffentlichen Hand und beschäftigt fast 23 400 Mitarbeiter.

Mitteilung EnBW

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