Corona-Krise

Erste Maschinenbauer denken über Jobstreichungen nach

Stellenabbau wird für die deutschen Maschinenbauer in der Corona-Krise zunehmend eine kaufmännische Überlegung. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa
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Stellenabbau wird für die deutschen Maschinenbauer in der Corona-Krise zunehmend eine kaufmännische Überlegung. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

In vielen deutschen Maschinenbaubetrieben wird weiter gearbeitet, aber über kurz oder spät dürfte für manches Unternehmen Kurzarbeit ein Thema sein.

Frankfurt/Main (dpa) - Stellenabbau wird für die deutschen Maschinenbauer in der Corona-Krise zunehmend ein Thema.

"Personalabbau - auch von Teilen der Stammbelegschaft - ist für 12 Prozent der Unternehmen bereits Thema", sagte Ralph Wiechers, Chefvolkswirt des Branchenverbandes VDMA mit Blick auf eine Umfrage des Verbandes.

Daran hatten sich 965 Mitgliedsfirmen beteiligt. Die exportorientierte Branche, die schon im vergangenen Jahr die weltweite Konjunkturabkühlung zu spüren bekommen hatte, beschäftigt mehr als eine Million Mitarbeiter.

Der Umfrage zufolge rechnen knapp 96 Prozent der Unternehmen 2020 mit Umsatzrückgängen, die sie im Verlauf des Jahres nicht mehr kompensieren könnten. Gut 60 Prozent hiervon beziffern diese auf 10 bis 30 Prozent. Um die Rückgänge abzufangen, haben den Angaben zufolge bereits drei Viertel der befragten Maschinenbauer die Kapazitäten runtergefahren, überwiegend über Arbeitszeitkonten, aber auch durch Einstellungsstopps und Kurzarbeit.

Der Anteil der Unternehmen, deren Betriebsablauf beeinträchtigt ist, stieg innerhalb von zwei Wochen von 60 auf 84 Prozent. "Mit der Ausbreitung des Virus nehmen logischerweise auch die Probleme in den Betrieben zu", erläuterte Wiechers. Teile und Komponenten, die vor einigen Wochen in Asien bestellt worden seien, seien nicht in den deutschen Werken angekommen. "Hinzu kommen Ausfälle europäischer, auch deutscher Lieferanten. Das führt zu spürbaren Produktionsbelastungen und auch Produktionsausfällen", sagte Wiechers.

VDMA-Mitteilung

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