Einfuhrquote gestiegen

EU verbraucht weniger Energie als vor 25 Jahren

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Das Steinkohlekraftwerk Mehrum bei Hohenhameln in Niedersachsen. Foto: Julian Stratenschulte

Brüssel (dpa) - Trotz Wirtschaftswachstums verbrauchen Bürger und Unternehmen in der Europäischen Union inzwischen weniger Energie als vor 25 Jahren.

Im Jahr 2015 lag die Menge um 2,5 Prozent unter dem Wert von 1990, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat am Montag mitteilte. Auch der deutsche Verbrauch sank deutlich.

Die Energie in der EU wird den Angaben zufolge immer noch zu fast zwei Dritteln aus fossilen Brennstoffen wie Kohle, Gas oder Öl gewonnen, die das Klima belasten. Der Anteil sank aber von 83 Prozent 1990 auf 73 Prozent 2015. Von diesen fossilen Brennstoffen wiederum wird deutlich mehr importiert als vor 25 Jahren: Die Einfuhrquote stieg von 53 auf 73 Prozent, wie Eurostat weiter berichtete.

Für den Klimaschutz bemühen sich die EU-Länder seit Jahren um mehr Energieeffizienz und eine Senkung des Verbrauchs. Zudem setzen viele Länder statt Kohle inzwischen eher das etwas klimafreundlichere Erdgas ein, das aber zum überwiegenden Teil importiert werden muss - unter anderem aus Russland.

In absoluten Zahlen lag der sogenannte Bruttoinlands-Energieverbrauch - die Energiemenge, die zur Deckung des gesamten EU-Inlandsverbrauchs nötig ist - 2015 bei 1626 Millionen Tonnen Rohöleinheiten. Der höchste Verbrauch wurde 2006 mit 1840 Millionen Tonnen registriert, 11,6 Prozent mehr als 2015.

Deutschland ist als wichtigste Wirtschaftsnation in der EU auch der größte Energieabnehmer. 19 Prozent des EU-Verbrauchs oder 314 Millionen Tonnen Rohöleinheiten gingen 2015 auf das Konto der Bundesrepublik. 1990 waren es noch gut 356 Millionen Tonnen gewesen.

Pressemitteilung Eurostat

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