Aufschläge von 35,9 Prozent

EU verhängt Strafzölle auf Stahlerzeugnisse aus China

+
Stahlproduktion im chinesischen Shenyang. Auf bestimmte Stahlerzeugnisse aus China hat die EU ab sofort Antidumping-Aufschläge von bis zu 35,9 Prozent des Preises verhängt. Foto: Mark

Brüssel (dpa) - Zur Abwehr von Billigimporten aus China hat die EU weitere langfristige Strafzölle verhängt. Auf bestimmte warmgewalzte Eisen- und Stahlerzeugnisse müssen ab sofort Antidumping-Aufschläge von bis zu 35,9 Prozent des Preises gezahlt werden.

Die betroffenen Produkte finden zum Beispiel bei der Produktion von Rohren und beim Schiffsbau Verwendung. Mit den am Donnerstag per Verordnung erlassenen Strafzöllen will die EU heimische Hersteller vor unlauterer Konkurrenz schützen. Sie waren bereits im Oktober des vergangenen Jahres mit vorläufiger Wirkung eingeführt worden - damals allerdings noch mit deutlich geringeren Zollsätzen.

Noch unklar ist nach Angaben der EU-Kommission, ob auch auf bestimmte warmgewalzte Stahlerzeugnisse aus Brasilien, dem Iran, Russland, Serbien und der Ukraine Strafzölle eingeführt werden. Die Ermittlungen zu möglicherweise unfairen Wettbewerbspraktiken würden um weitere sechs Monate fortgesetzt, sagte ein Sprecher.

Die gegen chinesische Hersteller verhängten Strafzölle ergänzen eine ganze Reihe bereits bestehender Antidumping-Maßnahmen.

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Chinas Autobauer Great Wall will Fiat-Marke Jeep kaufen

Dank der langen Geschichte ist Jeep ein wertvoller Teil des Fiat-Chrysler-Konzerns. Der chinesische Hersteller Great Wall hat nun offizielle Interesse an der …
Chinas Autobauer Great Wall will Fiat-Marke Jeep kaufen

Justiz: Keine Ermittlungen gegen Audi-Chef Stadler

Die Justiz in München und den USA hat den Audi-Ingenieur P. in der Dieselaffäre ins Visier genommen. Der packt aus. Für seine Verteidiger ist die Sache klar - für die …
Justiz: Keine Ermittlungen gegen Audi-Chef Stadler

Starinvestor Buffett unterliegt im Wettbieten um Oncor

Dallas/San Diego (dpa) - Der US-amerikanische Starinvestor Warren Buffett hat beim Bieterwettkampf um den texanischen Stromanbieter Oncor den Kürzeren gezogen.
Starinvestor Buffett unterliegt im Wettbieten um Oncor

Nach Pleite: Air Berlin verrammscht Inventar bei Ebay 

Was nach der Insolvenz genau mit Air Berlin passieren soll, ist unklar. Doch der erste Ausverkauf der Fluggesellschaft hat schon begonnen.  
Nach Pleite: Air Berlin verrammscht Inventar bei Ebay 

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.