Streit um Traubenzucker

EuGH lässt Dextro Energy abblitzen

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Dextro Energy berief sich unter anderem auf eine wissenschaftliche Expertise, die den Nutzen von Traubenzucker für körperliche Betätigung bestätigte. Foto: Jens Kalaene/Symbolbild

Luxemburg (dpa) - Der deutsche Hersteller Dextro Energy darf auch künftig nicht mit angeblichen gesundheitlichen Vorzügen von Traubenzucker werben.

Der Europäische Gerichtshof wies eine Klage des Unternehmens ab. Dieses wollte sein Produkt mit Sätzen wie "Glucose unterstützt die normale körperliche Betätigung" anpreisen. Die EU-Kommission hatte dies aber nicht zugelassen. Deshalb zog die Firma vor Gericht.

Dextro Energy berief sich unter anderem auf eine wissenschaftliche Expertise, die den Nutzen von Traubenzucker für körperliche Betätigung bestätigte. Die Kommission hielt dagegen, die Werbesätze verwirrten Verbraucher. Denn grundsätzlich werde empfohlen, weniger Zucker zu sich zu nehmen.

Schon in der ersten Instanz hatte das EU-Gericht der Kommission Recht gegeben. Dextro Energy legte Rechtsmittel ein und warf der Kommission Ermessensfehler und falsche Gewichtung vor. Der EuGH ließ dies aber nicht gelten.

"Wir sind der Meinung, dass mündige Verbraucher vor wissenschaftlich belegten Tatsachen nicht beschützt werden müssen", sagt der Geschäftsführer von Dextro Energy Andreas Romankiewicz zu dem Urteil in letzter Instanz.

In einer europäischen Verordnung ist genau festgelegt, welche Art gesundheitsbezogener Angaben Unternehmen verwenden dürfen. Für die Zulassung dieser Werbesprüche ist die EU-Kommission zuständig. Glukose ist dort nicht aufgeführt.

Website Dextro Energy

Rechtsmittel der Dextro Energy gegen das Urteil

Pressemitteilung Dextro Energy zum EuG-Urteil vom 16. März 2016

EU-Gerichtsurteil vom 16. März 2016

Verordnung der Kommission zur Festlegung einer Liste zulässiger anderer gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel als Angaben über die Reduzierung eines Krankheitsrisikos sowie die Entwicklung und die Gesundheit von Kindern 2012

Pressemitteilung des Eugh zum Urteil vom 8. Juni 2017

Pressemitteilung von Dextro Energy zum EuGH-Urteil

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