Tofu-Prozess

EuGH-Urteil: „Pflanzenkäse“ darf nicht Käse heißen

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Vegane Produkte in einem Supermarkt

Der Europäische Gerichtshof musste sich am Mittwoch mit Tofu beschäftigen. Das Ergebnis: Was nicht aus der „normalen Eutersekretion“ von Tieren kommt, darf auch nicht Käse heißen.

Luxemburg - Vegane Produkte dürfen nicht unter Namen wie „Pflanzenkäse“ oder „Tofubutter“ verkauft werden. Das hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg am Mittwoch entschieden. Die höchsten Richter der EU verwiesen auf Regelungen im europäischen Recht, wonach die Bezeichnung „Milch“ Produkten vorbehalten ist, die aus der „normalen Eutersekretion“ von Tieren gewonnen werden. Das Gleiche gilt für Begriffe wie „Rahm“, „Sahne“, „Butter“, „Käse“ oder „Joghurt“.

Hintergrund ist eine Klage gegen das Unternehmen Tofutown aus der Eifel im Auftrag von Wettbewerbern. Tofutown stellt rein pflanzliche (vegane) und vegetarische Produkte her und vertreibt diese unter Namen wie „Veggie-Cheese“ oder „Cream“, weist dabei aber immer auch auf den pflanzlichen Ursprung hin. Dennoch könne eine Verwechslungsgefahr für Verbraucher nicht ausgeschlossen werden, argumentierten die Richter.

Umstritten war zuletzt auch, ob vegetarische Produkt Fleischbezeichnungen erhalten dürfen.

dpa

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