EZB-Optimismus

Euro klettert auf höchsten Stand seit einem Jahr

+
Äußerungen von EZB-Präsident Mario Draghi stützen den Eurokurs. Foto: Oliver Berg

Frankfurt/Main (dpa) - Der Euro hat den höchsten Stand seit einem Jahr erreicht. Zuletzt kletterte die Gemeinschaftswährung bis auf 1,1379 US-Dollar.

Stärker war der Euro seit dem Tag nach dem Brexit-Votum vor gut einem Jahr nicht mehr, als die Währung zusammen mit dem britischen Pfund stark unter Druck geraten war. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstagnachmittag noch auf 1,1278 (Montag: 1,1187) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8867 (0,8939) Euro.

Bereits am Vortag hatte der Euro kräftig um 1,5 Prozent zugelegt. Auslöser dafür waren Äußerungen von EZB-Präsident Mario Draghi. Er gab sich auf der alljährlichen Notenbankkonferenz im portugiesischen Sintra nicht nur zuversichtlich für das Wachstum im Euroraum.

Verglichen mit früheren Aussagen war er auch optimistischer, dass die Notenbank ihr Inflationsziel von knapp zwei Prozent wieder erreichen könne. Die lange Zeit schwache Inflation war ein Hauptgrund für die extrem lockere Geldpolitik der EZB. Bankökonomen rechnen damit, dass die EZB im Spätsommer die Weichen für einen geldpolitischen Kurswechsel stellen wird.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Dax legt Pause ein - Leichtes Minus

Frankfurt/Main (dpa) - Nach seiner jüngsten Erholung hat der Dax zunächst eine Pause eingelegt. Unbeeindruckt auch von den neuerlichen Rekorden an der Wall Street gab …
Dax legt Pause ein - Leichtes Minus

Wirtschaft warnt vor Hängepartie bei Regierungsbildung

Digitalisierung, Bildung, Infrastruktur - bei diesen Themen erwartet die deutsche Wirtschaft Weichenstellungen von der Politik. Doch das kann jetzt dauern.
Wirtschaft warnt vor Hängepartie bei Regierungsbildung

Verbraucher klagen über Einschränkungen bei IBAN

Bad Homburg (dpa) - Bei der Wettbewerbszentrale häufen sich die Beschwerden über Probleme mit der internationalen Kontonummer IBAN.
Verbraucher klagen über Einschränkungen bei IBAN

Verschärfung der Netz-Politik: China zensiert Skype

Die Nutzer in China können aktuell kein Skype downloaden. Weil Apps aus dem Angebot des Konzerns gegen nationale Gesetze verstoßen würden, sperrte China Skype kurzerhand.
Verschärfung der Netz-Politik: China zensiert Skype

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.