Immobilienkonzern

Evergrande sackt an der Hongkonger Börse weiter ab

Evergrande
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Die Krise des hoch verschuldeten Immobilienunternehmens Evergrande geht weiter.

Die Aktien des verschuldeten chinesischen Immobilienkonzerns Evergrande sind weiter abgesackt. Der Konzern ist so groß, dass Experten Probleme für Chinas Wirtschaft und darüber hinaus befürchten.

Peking - Nach dem geplatzten Teilverkauf seiner Dienstleistungssparte sind die Aktien des schwer verschuldeten chinesischen Immobilienkonzerns Evergrande am Donnerstag weiter abgesackt.

An der Hongkonger Börse verloren die Papiere des Unternehmens bis zum Handelsschluss fast 12 Prozent an Wert. Seit Beginn des Jahres beläuft sich das Minus bereits auf mehr als 80 Prozent.

Ein Mehrheitsverkauf des Hausverwaltungsgeschäfts hätte kurzfristig Milliarden in die Kasse spülen und dem Immobilienriesen Luft verschaffen können. Am Mittwoch hatte Evergrande jedoch mitgeteilt, dass der Verkauf an den Immobilienkonzern Hopson gestoppt wurde. Die Aktien von Hopson waren am 4. Oktober wie die von Evergrande vom Handel ausgesetzt worden. Am Donnerstag wurde der Handel wieder aufgenommen.

Experten befürchten „Ansteckungsgefahr“

Evergrande gilt als das weltweit am höchsten verschuldete Immobilienunternehmen. Es muss dringend Geld auftreiben, um Banken, Zulieferer und Anleihegläubiger fristgerecht bezahlen zu können. Der Konzern ist so groß, dass einige Experten eine „Ansteckungsgefahr“ für Chinas Wirtschaft und darüber hinaus befürchten.

An diesem Wochenende könnte sich die Lage weiter zuspitzen. Dann läuft die Nachreichfrist von 30 Tagen auf Zinszahlungen für eine Offshore-Anleihe ab, die Evergrande eigentlich schon am 23. September hätte begleichen müssen. Sollte Evergrande die Zahlung in Höhe von insgesamt 83,5 Millionen Dollar nicht aufbringen können, droht ein formeller Zahlungsausfall. dpa

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