Trotzdem noch viel unbezahlte Arbeit

Forscher: Deutsche machen immer weniger Überstunden

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Die Deutschen machen immer weniger Überstunden. 

Die Deutschen machen immer weniger Überstunden. Seit 2011 sinkt der Wert kontinuierlich. Doch in einem Bereich ist ein Anstieg zu verzeichnen. 

Nürnberg - Beschäftigte in Deutschland machen nach Erkenntnissen von Arbeitsmarktforschern immer weniger Überstunden. Ihre Zahl sei nach Rückgängen in den Vorjahren auch 2017 noch einmal leicht gesunken, teilte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am Dienstag in Nürnberg mit. Im Schnitt habe im Vorjahr jeder Arbeitnehmer 19,7 bezahlte und 23,1 unbezahlte Überstunden geleistet. Der Umfang der bezahlten Mehrarbeit habe sich damit im Vorjahr im Vergleich zu 2016 um 0,2 Stunden, die Menge der unbezahlten Mehrarbeit um 1,0 Stunde verringert.

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2011 hatte jeder deutsche Arbeitnehmer im Schnitt noch 24,8 bezahlte Überstunden geleistet - seitdem geht der Wert kontinuierlich zurück. Der Umfang der unbezahlten Mehrarbeit hatte in dem Jahr sogar bei 32,4 Stunden gelegen. Die Forscher berufen sich dabei auf eine jährliche repräsentative Befragung von 30.000 Personen in 11.000 Haushalten.

Anstieg von bezahlten Überstunden

Die Zahl aller geleisteten bezahlten Überstunden stieg dagegen im Jahr 2017 nach stärkeren Rückgängen in den vorangegangen Vergleichszeiträumen erstmals wieder leicht. Sie lag nach IAB-Angaben mit 789,1 Millionen um knapp sieben Millionen Stunden über dem Wert von 2016. Der Grund dafür sei die steigende Zahl der Erwerbstätigen. Mit 44,3 Millionen habe sie im Vorjahr einen neuen Höchststand erreicht. Alle Erwerbstätigen zusammen hätten rund 60 Milliarden Stunden gearbeitet - rund 1,1 Prozent mehr als 2016.

dpa/sms

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