Von 27 auf 29,1 Prozent

Frauenquote in Dax-Aufsichtsräten steigt langsam

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Bundessieger während einer Preisverleihung zum 12. Startsocial-Wettbewerb im Bundeskanzleramt. Foto: Wolfgang Kumm/Illustration

München (dpa) - Die Frauenquote in den Aufsichtsräten der 30 börsennotierten deutschen Top-Konzerne steigt langsam. Nach den Neubesetzungen auf den Hauptversammlungen der Dax-Unternehmen ist der Frauenanteil von 27 auf 29,1 Prozent gestiegen.

Das teilte die Personalberatung Russell Reynolds heute in München mit. Allerdings gibt es große Unterschiede: 21 der 30 Dax-Konzerne erfüllen die 30-Prozent-Vorgabe, 9 dagegen nicht. Den niedrigsten Frauenanteil hat laut Studie mit 17 Prozent der Baustoffkonzern HeidelbergCement - und zwar sowohl bei den Vertretern der Aktionäre wie der Arbeitnehmer.

Doch großen Bedarf an Aufsichtsrätinnen gibt es weiterhin, wie das Unternehmen ausgerechnet hat. 2018 und 2019 stünden 166 - fast zwei Drittel - aller Mandate in den Dax-Kontrollgremien zur Neuwahl an. Im MDax der mittelgroßen Konzerne seien es sogar 174. Die 30-Prozent-Quote bedeutet, dass demnach in Dax und MDax mehr als 100 Managerinnen in die Aufsichtsräte gewählt werden müssten, um die 30-Prozent-Quote zu erfüllen. "Der Talentpool ist knapp, da der Frauenanteil in Vorständen und oberen Führungsebenen stagniert", sagte Jens-Thomas Pietralla, einer der beiden Studienautoren.

Ebenfalls unter 30 Prozent liegt der Anteil ausländischer Manager in den Aufsichtsräten. Allerdings stammen laut Studie die meisten ausländischen Aufsichtsräte aus Europa oder den USA, nur zwei Prozent aus Asien und anderen Weltregionen. "Hier bewegen sich die Dax-30-Aufsichtsräte keinen Schritt weiter, ob bewusst oder unbewusst", kritisierte Ko-Autor Thomas Tomkos. Auch in diesem Bereich gibt es jedoch sehr große Unterschiede. So sind bei der Deutschen Bank mehr als zwei Drittel der Aufsichtsräte Ausländer.

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