Sparprogramm

Tsipras fordert schnelle Einigung oder Gipfeltreffen

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Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras (r) empfängt EU-Ratspräsident Donald Tusk in Athen. Foto: Thanassis Stavrakis

Athen (dpa) - Im Streit über das griechische Sparprogramm hat Griechenlands Regierungschef Alexis Tsipras eine schnelle Einigung gefordert - andernfalls will er die Verhandlungen auf höchster Ebene fortsetzen.

"Ich habe beim Präsidenten Tusk die Einberufung eines Gipfels der Mitgliederstaaten der Eurozone beantragt, falls es keine Einigung gibt", sagte Tsipras nach einem Treffen mit EU-Ratspräsident Donald Tusk in Athen. An diesem Freitag trifft sich die Eurogruppe zu Beratungen in Malta.

Athen und seine Gläubiger stünden kurz vor einer Einigung über den Werdegang des griechischen Sparprogramms, sagte auch Tsipras. Es gebe jedoch manche Gläubiger, die immer neue Forderungen stellten und ein Ende hinauszögerten. Dies könne so nicht weitergehen.

Tusk äußerte sich optimistisch, dass die Verhandlungen bis Freitag zu einem Ergebnis führen. Zu dem beantragten Gipfeltreffen wollte Tusk "nicht spekulieren". "Was ich jetzt machen möchte, ist, die Eurogruppe zu ermutigen, zu einem Ergebnis zu kommen", sagte er. "Wir haben gute Absichten (...) Wir wollen den Griechen helfen und sie nicht bestrafen. Glauben Sie es mir", sagte Tusk.  

Athen und die Gläubiger können sich seit Monaten nicht auf weitere Sparmaßnahmen in Höhe von 3,6 Milliarden Euro einigen. Es geht um weitere Rentenkürzungen und Steuererhöhungen. Ohne eine Einigung kann kein Geld aus dem seit 2015 laufenden Hilfsprogramm nach Athen fließen. Es beläuft sich bis 2018 auf bis zu 86 Milliarden Euro.

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