Sicherer Hafen

Goldpreis steigt auf höchsten Stand seit Mitte 2018

+
Sorgen um Handelskonflikte und um den Brexit treiben den Goldpreis in die Höhe. Foto: Db Heraeus

Frankfurt/London (dpa) - Der Goldpreis hat weiter von einem unwägbaren politischen Umfeld und einem schwächeren US-Dollar profitiert. Am Vormittag stieg der Preis für eine Feinunze (etwa 31 Gramm) des Edelmetalls bis auf 1309 US-Dollar. Das ist der höchste Stand seit Juni 2018.

Seit vergangenem Sommer hat Gold um fast 150 Dollar oder etwa 12 Prozent zugelegt.

Fachleute begründen die Goldstärke vor allem mit zwei Faktoren. Zum einen ist die ohnehin hohe Unsicherheit wegen politischer Entwicklungen nochmals gestiegen.

Allein in dieser Woche stehen mit einer entscheidenden Brexit-Abstimmung im britischen Parlament und neuen Verhandlungen im Handelskonflikt zwischen den USA und China zwei wichtige Ereignisse an. Hinzu kommt die politische Krise in Venezuela und der eskalierende Konflikt zwischen den USA und dem chinesischen Telekom-Riesen Huawei.

Zudem hat sich der amerikanische Dollar in der letzten Zeit tendenziell gegenüber anderen Währungen abgeschwächt. Dies macht Gold, das in Dollar gehandelt wird, für viele Interessenten eher günstiger, was wiederum die Goldnachfrage belebt.

Profitieren kann Gold auch von abnehmenden Zinserwartungen an die amerikanische Notenbank Fed. So wird angenommen, dass die Fed an diesem Mittwoch nach ihrer Zinsentscheidung eine abwartende Haltung signalisieren wird. Als Hauptgrund gilt die schwächelnde Weltkonjunktur.

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Mit 58 Jahren in den Ruhestand: Das müssen Sie dabei beachten

Mit 58 Jahren aus dem Berufsleben aussteigen: Wir sagen Ihnen, was Sie dabei beachten sollten - und wie der frühe Ruhestand gelingen kann.
Mit 58 Jahren in den Ruhestand: Das müssen Sie dabei beachten

Ärger für Bankkunden: Strafzinsen greifen 2020 um sich - CSU-Mann warnt vor „Spirale“

Auf Erspartes kaum Zinsen zu bekommen, ist für viele Bankkunden ohnehin ein Ärgernis. Einige Institute greifen inzwischen aber sogar zu Negativzinsen - und bitten die …
Ärger für Bankkunden: Strafzinsen greifen 2020 um sich - CSU-Mann warnt vor „Spirale“

Münchner Jung-Autobauer wollten 50 Millionen in 30 Tagen - nun steht das Ergebnis fest

Ein völlig neues Automobil wollen Mittzwanziger aus München auf die Straße bringen - ohne Großinvestoren. 50 Tage später steht ein erstes Ergebnis fest.
Münchner Jung-Autobauer wollten 50 Millionen in 30 Tagen - nun steht das Ergebnis fest

Immer mehr Kreditinstitute führen Strafzinsen ein

Auf Erspartes kaum Zinsen mehr zu bekommen, ist für viele Bankkunden ohnehin schon ein Ärgernis. Einige Institute greifen inzwischen aber sogar zu Negativzinsen - und …
Immer mehr Kreditinstitute führen Strafzinsen ein

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.