Sberbank

Größte russische Bank zieht sich aus der Ukraine zurück

+
Filiale der Sberbank in Kiew.

Kiew - Die größte russische Bank zieht sich aus der Ukraine zurück: Nach der Verschärfung von Sanktionen und wiederholten Protesten vor ihren Filialen gab die Sberbank am Dienstag den Verkauf ihrer ukrainischen Tochter bekannt.

Die staatliche Bank verkauft ihr Ukraine-Geschäft nach eigenen Angaben an ein Investoren-Konsortium, dem die lettische Norvik Banka und ein ungenanntes weißrussisches Privatunternehmen angehören.

Nach Angaben von Norvik gehört das Unternehmen dem britischen Geschäftsmann Said Guzerijew, einem Sohn des russischen Oligarchen Michail Guzerijew. Angaben zum Kaufpreis wurden nicht gemacht. Der Verkauf soll den Angaben zufolge im ersten Halbjahr 2017 abgeschlossen werden, benötigt aber noch grünes Licht von den zuständigen Behörden.

Die Zentralbank in Kiew hatte in diesem Monat die Sanktionen gegen die Ableger russischer Banken in der Ukraine verschärft. Vor den Niederlassungen russischer Banken hatte es zudem immer wieder Proteste und Straßenblockaden gegeben. Wie die Nachrichtenagentur Interfax-Ukraine berichtete, räumten Aktivisten am Dienstag Betonblöcke weg, die den Zugang zur Sberbank-Filiale in Kiew versperrt hatten.

Die ukrainische Regierung kämpft seit 2014 gegen prorussische Aufständische, die weite Gebiete im Osten des Landes kontrollieren. In dem Konflikt wurden bereits mehr 10.000 Menschen getötet, die Bemühungen um eine friedliche Lösung stecken fest.

AFP

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Übergangsfrist für Mindestlohn in der Landwirtschaft endet

In der Landwirtschaft muss vom Januar an der gesetzliche Mindestlohn von 8,84 Euro gezahlt werden. Allerdings liegt das tarifliche Mindestentgelt, das auch nicht …
Übergangsfrist für Mindestlohn in der Landwirtschaft endet

"Flotte weg": Lauda sieht wenig Chancen auf Niki-Übernahme

Niki Lauda macht der Lufthansa schwere Vorwürfe: Mit einem "ganz brutalen Plan" habe die Airline die Zerschlagung von Niki geplant und sich heimlich die noch …
"Flotte weg": Lauda sieht wenig Chancen auf Niki-Übernahme

Bahn zählt nach Air-Berlin-Pleite mehr Fahrgäste

Bei der Bahn läuft aktuell nicht alles rund. Ein Sorgenkind ist die neue ICE-Strecke Berlin-München. Dennoch sieht es mit den Fahrgastzahlen insgesamt gut aus. Ein Grund …
Bahn zählt nach Air-Berlin-Pleite mehr Fahrgäste

Bilanz der Bahn: Mehr Fahrgäste trotz Problemen

Bei der Bahn läuft längst nicht alles rund. Dennoch gibt es erfreuliche Nachrichten bei den Fahrgastzahlen. Ein Grund dafür ist auch eine Firmenpleite.
Bilanz der Bahn: Mehr Fahrgäste trotz Problemen

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.