Große Firmenpleiten 2009 in Deutschland

1 von 12
Im Jahr der Wirtschaftskrise mussten 2009 auch in Deutschland zahlreiche Unternehmen Insolvenz anmelden. Die meisten von ihnen sind aber weiterhin im Geschäft. Eine Chronologie:
Große Firmenpleiten 2009 in Deutschland
2 von 12
9.1.: Rosenthal. Der fränkische Porzellan-Hersteller geriet in den Strudel der Probleme der britischen Mutter Waterford Wedgewood. Im Sommer ging Rosenthal an die italienische Sambonet Paderno-Gruppe. Ein Drittel der zuvor 1800 Stellen fiel in der Sanierung weg.
Große Firmenpleiten 2009 in Deutschland
3 von 12
23.1.: Qimonda. Die Speicherchip-Tochter des Infineon-Konzerns kämpfte schon lange mit dem Preisverfall und sinkenden Marktanteilen. Das Unternehmen wird zerlegt, zum Jahresende läuft in Dresden, wo einst fast 4000 Menschen arbeiteten, der Ausverkauf des Inventars.
Große Firmenpleiten 2009 in Deutschland
4 von 12
2.2.: Edscha. Der Autozulieferer beantragte Insolvenz für sein Europa-Geschäft. Der Weltmarktführer bei Scharniersystemen wurde aufgespalten, Webasto übernahm die Cabriodach-Produktion, die Karosserie-Sparte ging an spanische Investoren.
Große Firmenpleiten 2009 in Deutschland
5 von 12
4.2.: Märklin. Die Banken des Modellbahn-Herstellers hatten einen Kredit über 50 Millionen Euro nicht verlängert. Ende des Jahres läuft der Betrieb weiter, der Insolvenzverwalter sucht nach einem Käufer. Rund 400 Mitarbeiter mussten gehen, jetzt sind es noch etwa 1000.
Große Firmenpleiten 2009 in Deutschland
6 von 12
9.2.: Schiesser. Der 1875 gegründete Wäsche-Spezialist (“Feinripp“) saß trotz einer Restrukturierung auf einem Schuldenberg und bekam kein neues Geld. Schiesser soll 2010 verkauft werden. Unter den drei verbliebenen Kaufinteressenten ist der Modemacher Wolfgang Joop.
Große Firmenpleiten 2009 in Deutschland
7 von 12
8.4.: Karmann. Das Ausbleiben neuer Aufträge in der Autokrise brach dem Cabrio-Spezialisten mit gut 3400 Mitarbeitern das Rückgrat. Im November beschloss VW die Übernahme von Maschinen und Grundstücken in Osnabrück, andere Teile werden verkauft oder geschlossen.
Große Firmenpleiten 2009 in Deutschland
8 von 12
11.4.: Woolworth Deutschland. Die Billigkaufhaus-Kette ging mit rund 11 000 Mitarbeitern in die Insolvenz. Etwa die Hälfte der rund 300 Filialen soll fortgeführt werden. In die restlichen Standorte ziehen andere Firmen ein, unter anderem die Drogeriekette Schlecker.

Im Jahr der Wirtschaftskrise mussten 2009 auch in Deutschland zahlreiche Unternehmen Insolvenz anmelden. Die meisten von ihnen sind aber weiterhin im Geschäft.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Edeka streicht 160 Nestlé-Produkte - Umsätze des Konzerns brechen ein

Um bessere Einkaufskonditionen zu erzielen, bestellt Edeka über 160 beliebte Markenprodukte  von Nestlé nicht mehr nach. Dort sind die Folgen jetzt zu spüren.
Edeka streicht 160 Nestlé-Produkte - Umsätze des Konzerns brechen ein

Arbeitslosenzahl sinkt im April auf 2,384 Millionen

Im Frühling steigen die Jobchancen - etwa auf dem Bau und in der Gastronomie. Damit gehen die Arbeitslosenzahlen im April auch in diesem Jahr zurück.
Arbeitslosenzahl sinkt im April auf 2,384 Millionen

Dax zu Wochenschluss im Vorwärtsgang

Frankfurt/Main (dpa) - Ein Potpourri an positiven Nachrichten ebnet dem Dax im frühen Handel den Weg für einen positiven Wochenausklang. Der Leitindex stieg gegen Ende …
Dax zu Wochenschluss im Vorwärtsgang

Daimler schlägt mit Absatzrekord den Euro-Effekt

Daimler setzt bei den Absatzzahlen immer noch einen drauf - das bringt immer mehr in die Kasse. Der starke Euro bremst aber. Und die Vans und Busse müssen beim Gewinn …
Daimler schlägt mit Absatzrekord den Euro-Effekt

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.