8,84 Euro pro Stunde

Höherer Mindestlohn - DGB mahnt wirksame Kontrollen an

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Jeder Cent Mindestlohn mehr bedeutet nach DGB-Berechnungen mindestens 50 Millionen Euro mehr Kaufkraft pro Jahr. Foto: Jan-Philipp Strobel

Berlin (dpa) - Mit Beginn des neuen Jahres wird in Deutschland ein höherer Mindestlohn fällig: Die unterste Bezahlung steigt um 34 Cent auf nunmehr 8,84 Euro pro Stunde.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) betonte, dies komme Millionen Geringverdienern zu Gute. Sie hätten bei einer Vollzeitstelle monatlich etwa 55 Euro mehr in der Tasche, sagte DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell. Jeder Cent Mindestlohn mehr bedeute mindestens 50 Millionen Euro mehr Kaufkraft pro Jahr.

Der höhere Mindestlohn habe auch Auswirkungen auf die Arbeitszeiten bei Minijobs, betonte der DGB. Um die Grenze der geringfügigen Beschäftigung bei 450 Euro zu erreichen, müsse nun nur noch 50,9 Stunden monatlich gearbeitet werden. Körzell mahnte zugleich wirksame Kontrollen auch in kleineren Betrieben an, damit der Mindestlohn auch überall ankomme.

Es ist die erste Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns seit der Einführung Anfang 2015. Bislang betrug die Lohnuntergrenze 8,50 Euro.

Bericht Mindestlohnkommission

Beschluss Mindestlohnkommission

Infos der Bundesregierung zum Mindestlohn

DGB zum Mindestlohn

DGB zu Mindestlohn und Minijob

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