Zu großes Risiko?

IG Metall stellt Ja zur Tata-Thyssenkrupp-Fusion in Frage

Werk in Ijmuiden. Foto: Jannink/ANP/Archiv
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Werk in Ijmuiden. Foto: Jannink/ANP/Archiv

Düsseldorf/Bochum (dpa) - Die IG Metall stellt überraschend ihre Zustimung zur Stahlfusion von Thysenkrupp mit dem indischen Hersteller Tata wieder in Frage.

Auslöser ist die Frage der Einbindung des niederländischen Tata-Stahlwerks in Ijmuiden in die Struktur des neuen Stahlkonzerns, wie die Gewerkschaft am Mittwoch bestätigte. Zuvor hatte die «Westdeutsche Allgemeine Zeitung» («WAZ», Donnerstagausgabe) darüber berichtet.

Es gebe Informationen, dass das lukrative Werk in den Niederlanden seine Gewinne nicht in das Joint Venture einbringen, sondern weiter selbst darüber verfügen können solle. «Sollte sich das Bewahrheiten ist das für uns nicht akzeptabel. Das machen wir nicht», sagte der IG-Metall-Gewerkschaftssekretär und Stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats der ThyssenKrupp AG, Markus Groms, der Deutschen Presse-Agentur.

Die Gewerkschaft fürchtet, dass bei einer solchen Lösung die deutschen Standorte alleine für mögliche Verluste etwa im britischen Tata-Stahlwerk Port Talbot aufkommen müssten. Der stellvertretende Aufsichtsratschef von Thyssenkrupp Steel Europe sagte der «WAZ»: «Es kann doch nicht sein, dass sich die niederländische Gesellschaft völlig von den Risiken des Joint Ventures freistellen lässt. Unter solchen Vorausetzungen können wir den auf keinen Fall zustimmen.»

Ein Sprecher des ThyssenKrupp-Konzerns wollte die Vorgänge am Mittwoch nicht kommentieren. In Konzernkreisen hieß es allerdings, es sei nun Sache von Tata, die Hausaufgaben zu machen.

Thyssenkrupp will mit Tata den zweitgrößten Stahlkonzern in Europa mit 48.000 Mitarbeitern und Werken in Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden schmieden.

WAZ-Vorabbericht

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