„Im Grundsatz“ auf Zahlung geeinigt

IWF will Griechenland mit weiteren Milliarden helfen

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Auf Sanierungskurs: Der IWF lobte zuletzt wiederholt die Sparanstrengungen der Regierung in Athen.

Es ist ein zähes Ringen um die finanzielle Zukunft Griechenlands. Der IWF stimmt im Grundsatz einer weiteren Milliardenzahlung zu - legt aber Wert auf die Vorläufigkeit der Entscheidung.

Washington - Der Internationale Währungsfonds (IWF) will das schuldengeplagte Griechenland mit weiteren 1,6 Milliarden Euro unterstützen. Die IWF-Gremien einigten sich bei ihrer Sitzung am Donnerstag „im Grundsatz“ auf die Zahlung, die jedoch noch an Bedingungen geknüpft werden kann.

Im Vorfeld war durchgesickert, dass der IWF seine Beteiligung an weiteren Finanzhilfen für Griechenland an eine Schuldenobergrenze knüpfen könnte. Ob es dazu kam, war zunächst nicht bekannt. Mit einer solchen Bedingung würden Griechenland und seine europäischen Geldgeber gezwungen, den Schuldenberg von derzeit 320 Milliarden Euro zunächst abzubauen, ehe das Land mit eigener Anleihenvergabe an die Kapitalmärkte zurückkehren kann.

Griechenland hatte sich zuletzt 2014 frisches Geld am freien Markt besorgt. Der IWF lobte zuletzt wiederholt die Sparanstrengungen der Regierung in Athen. Die hohen Schulden und die damit verbundenen Zins- und Tilgungslasten drohten aber das griechische Wachstum abzuwürgen, argumentiert der Weltwährungsfonds.

Geld zur Tilgung fälliger Altschulden

Der Europäische Rettungsmechanismus ESM hatte bereits am 7. Juli grünes Licht für eine weitere Zahlung in Höhe von 7,7 Milliarden Euro gegeben. Der Großteil ist zur Tilgung fälliger Altschulden vorgesehen. Zuvor hatte auch der Haushaltsausschuss des Bundestages grünes Licht gegeben. Damit erhöht sich die Kreditsumme des ESM an Griechenland auf 180 Milliarden Euro.

IWF-Chefin Christine Lagarde hatte zuvor erklärt, sie werde dem Beschlussgremium eine Beteiligung an den Griechenland-Hilfen trotz Unklarheiten bei der Schuldentragfähigkeit „im Grundsatz“ empfehlen. Die Beteiligung des IWF ist laut einem Bundestagsbeschluss Voraussetzung auch für deutsche Beiträge. Der IWF kämpft seit längeren mit den europäischen Geldgebern um Schuldenerleichterungen für Griechenland. Deutschland lehnt dies weitgehend ab.

Vor allem die USA als größter Anteilseigner des IWF haben den Fonds zur Zurückhaltung in der Griechenland-Frage gedrängt. In den Vereinigten Staaten wird die Unterstützung des Landes aus internationalen Mitteln äußerst kritisch gesehen.

Lesen Sie auch: Griechenland braucht 7,5 Milliarden Euro - und appelliert an Schäuble

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