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Infineon legt starken Jahresauftakt hin - und hat eine schlechte Nachricht für Autobauer

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Das Logo von Infineon ist am Firmeneingang zu sehen.
Der Münchner Halbleiterhersteller Infineon profitiert von der hohen Nachfrage nach Mikrochips. © Matthias Rietschel/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Der Halbleiter-Hersteller Infineon profitiert von der hohen Nachfrage nach Mikrochips und will seine Investitionen aufstocken.

Frankfurt - Die hohe Nachfrage nach Mikrochips hat dem Halbleiterkonzern Infineon auch zum Auftakt seines Geschäftsjahres* Rückenwind gegeben. Von Oktober bis Dezember steigerte das Münchner Unternehmen das operative Ergebnis aller Segmente gegenüber dem Vorquartal um 16 Prozent auf 717 Millionen Euro, wie Infineon am Donnerstag mitteilte.

Der Umsatz kletterte um fünf Prozent auf 3,15 Milliarden Euro, das waren 20 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. „Infineon hat einen gelungenen Start in das Geschäftsjahr 2022 hingelegt“, erklärte Vorstandschef Reinhard Ploss. Der Halbleiterbedarf sei durch Digitalisierung und Umstellung der Autoindustrie auf Elektroautos nach wie vor deutlich höher als das Angebot. Die Liefersituation bleibe in einigen Bereichen bis weit ins Jahr angespannt.

Infineon hebt Ziele an

Infineon hob seine Ziele für das Geschäftsjahr 2021/22 wegen einer günstigeren Wechselkursprognose an. Der Umsatz soll mit 13 Milliarden Euro, plus oder minus 500 Millionen Euro, 300 Millionen Euro höher ausfallen als ursprünglich in Aussicht gestellt. Die Marge soll im Mittel der Umsatzspanne etwa 22 Prozent betragen, einen Prozentpunkt mehr als zuvor erwartet. Im abgelaufenen Quartal stieg sie um rund zwei Prozentpunkte zum Vorquartal auf 22,7 Prozent. Nach Daten von Lang & Schwarz legen die Aktien des Dax-Konzerns um 2,5 Prozent zu.

Hohe Nachfrage in der Autobranche

Wachstumstreiber bleibt das Autogeschäft, das etwa 40 Prozent der Konzernerlöse ausmacht. Vor allem die Autobranche leidet derzeit massiv unter der Halbleiterknappheit. Weltweit stocken Chiphersteller ihre Investitionen auf, um den ständig steigenden Bedarf zu decken. Allein Infineon will im laufenden Geschäftsjahr bis Ende September 2,4 Milliarden Euro ausgeben. Wegen des Vorlaufs für den Bau der Fabriken dauert es aber noch, bis der Engpass nachlässt.

Die globale Halbleiterbranche* hat nach Zahlen des Beratungsunternehmens Gartner 2021 erstmals mehr als eine halbe Billion Dollar Umsatz eingefahren. Die Erlöse schnellten 2021 um gut ein Viertel auf 583,5 Milliarden Dollar nach oben. (rtr)

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