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Immer mehr Firmen wollen Preise erhöhen - Ifo-Institut ermittelt Höchstwert

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Passanten gehen in der Innenstadt durch die Geschäftsstrasse Hohe Strasse: Das ifo-Institut geht von weiteren Preissteigerungen in Deutschland aus - und ermittelt einen Höchstwert. 
Das ifo-Institut geht von weiteren Preissteigerungen in Deutschland aus - und ermittelt einen Höchstwert. (Symbolbild) © Oliver Berg/dpa

Das ifo-Institut geht von weiteren Preissteigerungen in Deutschland aus - und ermittelt einen Höchstwert. Ein Bereich ist besonders stark betroffen.

München - Immer mehr Firmen wollen in den kommenden drei Monaten ihre Preise erhöhen. Darauf weisen die am Mittwoch veröffentlichten Preiserwartungen des Instituts für Wirtschaftsforschung* (Ifo Institut) in München hin, die mit 54,6 Punkten einen Höchstwert erreichten. Im Vergleich zum Februar stieg der Index um 7 Punkte.

ifo-Institut erwartet Preissteigerungen vor allem im konsumnahen Bereich

„Damit dürfte die Inflationsrate in diesem Jahr auf deutlich über fünf Prozent steigen“, sagte Ifo-Experte Timo Wollmershäuser. „Das gab es in Deutschland zuletzt vor über 40 Jahren, als die Inflationsrate nach der zweiten Ölpreiskrise im Jahr 1981 auf 6,3 Prozent kletterte.“

Die Preissteigerungen sind laut Ifo insbesondere im konsumnahen Bereich zu erwarten. Im Nahrungsmitteleinzelhandel beispielsweise liegt der Wert bei 94. Das bedeutet, dass die allermeisten Befragungsteilnehmer aus dieser Branche Preiserhöhungen planen. Der Wert errechnet sich nämlich aus dem Anteil der Firmen, die Preise erhöhen wollen minus dem Anteil, der die Preise senken will. Er wird allerdings noch um Saisoneffekte bereinigt.

Ukraine-Krieg treibt Energiekosten und Rohstoffpreise in die Höhe

„Der Angriff Russlands auf die Ukraine treibt nicht nur die Energiekosten in die Höhe, sondern auch die Preise vieler Agrarrohstoffe“, erklärte Wollmershäuser. Besonders viele Preissteigerungen sind laut Ifo zudem im sonstigen Einzelhandel, bei konsumnahen Dienstleistungen, im Großhandel und der Industrie zu erwarten. Wie hoch die Preissteigerungen ausfallen, fragt das Ifo-Institut nicht. (dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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