Mangel an bezahlbarem Wohnraum

Bundesregierung stellt weitere Wohngelderhöhung in Aussicht

Mietwohnung: Immer schwieriger zu bekommen - und zu bezahlen: Foto: DB Dieter Assmann
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Mietwohnung: Immer schwieriger zu bekommen - und zu bezahlen. 
Plattenbauten sind noch zu haben: Leerstehende Wohnungen in einem Mietshaus in Berlin. Foto: Tim Brakemeier
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Plattenbauten sind noch zu haben: Leerstehende Wohnungen in einem Mietshaus in Berlin. Foto: Tim Brakemeier
Baustelle in Berlin: Wer in einer der großen Städte Deutschlands wohnt, gibt häufig mehr als ein Drittel seines Einkommens für die Warmmiete aus. Foto: Jörg Carstensen
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Baustelle in Berlin: Wer in einer der großen Städte Deutschlands wohnt, gibt häufig mehr als ein Drittel seines Einkommens für die Warmmiete aus. Foto: Jörg Carstensen
Die Mietpreise für Studierende liegen meist weit über dem, was sie sich leisten können. Foto: Matthias Balk
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Die Mietpreise für Studierende liegen meist weit über dem, was sie sich leisten können. Foto: Matthias Balk
Kampf um Wohnraum: Interessenten bei einer Wohnungsbesichtigung. Foto: Lukas Schulze
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Kampf um Wohnraum: Interessenten bei einer Wohnungsbesichtigung. Foto: Lukas Schulze
Ein für Normalverdiener nicht mehr bezahlbarer Traum: Citynah wohnen im Gründerzeitviertel wie hier im Hamburger Stadtteil Eppendorf. Foto: Axel Heimken
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Ein für Normalverdiener nicht mehr bezahlbarer Traum: Citynah wohnen im Gründerzeitviertel wie hier im Hamburger Stadtteil Eppendorf. Foto: Axel Heimken
Auch Eigentumswohnungen werden rasant teurer. Foto: Tim Brakemeier
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Auch Eigentumswohnungen werden rasant teurer. Foto: Tim Brakemeier
Wohnungsbau in Hamburg: Es wird mehr gebaut als seit langem, aber immer noch zu wenig. Foto: Christian Charisius
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Wohnungsbau in Hamburg: Es wird mehr gebaut als seit langem, aber immer noch zu wenig. Foto: Christian Charisius

Es wird gebaut wie seit vielen Jahren nicht mehr, aber immer noch zu wenig. Jetzt reagiert die Bundesregierung auf den angespannten Wohnungsmarkt und zieht weitere Wohngelderhöhungen in Betracht.

Berlin - Die Bundesregierung hält weitere Wohngelderhöhungen für denkbar, falls die Mieten in der nächsten Legislaturperiode weiter steigen sollten. "Wenn sich diese Entwicklung fortsetzt, könnte dieser mit einer Leistungsanpassung des Wohngeldes begegnet werden".

So heißt es in einem "Bericht über die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft", den das Kabinett heute beschloss. Anfang Januar war das Wohngeld erstmals seit 2009 wieder an die Entwicklung der Mieten und Einkommen angepasst worden. Das Wohngeld ist ein Zuschuss zu den Wohnkosten für Einkommensschwächere.

Die verstärkte Bautätigkeit hat nach Einschätzung der Bundesregierung noch nicht das nötige Niveau erreicht, um die aktuellen Probleme auf dem Wohnungsmarkt zu lösen. In dem Bericht heißt es: "Die aktuelle Angebotssteigerung reicht jedoch nicht aus, um die Nachfrage und das in den vergangenen Jahren entstandene Neubaudefizit zu decken".

In immer mehr Städten und Gemeinden komme es daher zu regionalen Wohnungsengpässen, steigenden Mieten und hohen Preisen für Wohneigentum. Der Bericht aus dem Haus von Bauministerin Barbara Hendricks (SPD) hält außerdem fest: "Davon sind immer mehr Haushalte betroffen, zunehmend auch Haushalte mit mittleren Einkommen."

Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum in Städten wie Berlin, Frankfurt am Main, Stuttgart, Düsseldorf, Köln oder München birgt sozialen Sprengstoff. Wer hier wohnt, gibt teilweise mehr als ein Drittel seines Einkommens für die Warmmiete aus. Hendricks schätzt, dass in den kommenden Jahren jeweils rund 350 000 neue Wohneinheiten entstehen müssten, um den Bedarf zu decken. Die Verbände der Immobilienbranche sprechen von 400 000 Einheiten.

dpa

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