Portal verhindert Konkurrenzkampf

Kartellamt untersagt Booking.com "Bestpreis"-Klausel

München - Das Kartellamt geht gegen das Hotelvergleichsportal Booking.com vor. Der Anbieter von Hotelbuchungen darf künftig nicht mehr die sogenannte "Bestpreis"-Klausel anbieten.

Das Bundeskartellamt untersagt nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ auch dem Hotel-Buchungsportal Booking.com die Anwendung umstrittener Bestpreisklauseln. Booking.com müsse die die Vorgaben in Deutschland bis Ende Januar 2016 aus den Verträgen entfernen, berichtete die Zeitung am Mittwoch. Das Bundeskartellamt sieht in den Bestpreisklauseln eine Einschränkung des Wettbewerbs.

Bereits im Frühjahr hatte die Behörde Booking.com abgemahnt, weil es sich von den Partnerhotels den jeweils günstigsten Hotelpreis, die höchstmögliche Zimmerverfügbarkeit und die günstigsten Buchungs- und Stornierungskonditionen im Internet garantieren lasse. Die Regelungen behinderten den Wettbewerb zwischen den Buchungsplattformen - zum Nachteil der Kunden, urteilten die Wettbewerbshüter. Denn auch Buchungsportale, die niedrigere Provisionen von den Hotels verlangten, könnten dadurch keine niedrigeren Hotelpreise anbieten. Neuen Wettbewerbern werde der Markteintritt erschwert.

Das Kartellamt hatte zuvor bereits dem Hotelbuchungsportal HRS die Anwendung der umstrittenen Klauseln untersagt. Auch gegen das Portal Expedia läuft bei der Wettbewerbsbehörde ein Verfahren.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Ford ruft 1,3 Millionen Fahrzeuge in Nordamerika zurück

Dearborn (dpa) - Der zweitgrößte US-Autobauer Ford beordert in Nordamerika rund 1,3 Millionen Wagen wegen Problemen mit den Fahrzeugtüren in die Werkstätten. Betroffen …
Ford ruft 1,3 Millionen Fahrzeuge in Nordamerika zurück

Dax fällt nach jüngster Rekordjagd

Frankfurt/Main (dpa) - Am deutschen Aktienmarkt ist nach der jüngsten Rekordjagd erst einmal die Luft raus. Im frühen Handel fiel der Leitindex Dax um 1,00 Prozent auf …
Dax fällt nach jüngster Rekordjagd

SAP legt dank Cloud-Geschäft weiter zu

Software und Daten in der sogenannten Cloud statt auf dem eigenen Rechner - dieses Modell ist auch bei SAP der Umsatztreiber. Der starke Euro belastet die Zahlen …
SAP legt dank Cloud-Geschäft weiter zu

Maas: "Lufthansa soll Air-Berlin-Tickets akzeptieren"

Berlin (dpa) - Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) hat die Lufthansa nach dem Erwerb großer Teile von Air Berlin zu Kulanz aufgefordert.
Maas: "Lufthansa soll Air-Berlin-Tickets akzeptieren"

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.