Konjunktur

Bundesbank: Deutsche Wirtschaft vor kräftigem Aufschwung

Bundesbankpräsident Jens Weidmann
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Jens Weidmann, Präsident der Deutschen Bundesbank, spricht während der Bilanz-Pressekonferenz der Deutschen Bundesbank.

Bundesbank-Chef Jens Weidmann erwartet angesichts sinkender Inzidenzen eine umfassende wirtschaftliche Erholung und hebt ihre Prognose zum Wirtschaftswachstum deutlich an.

Frankfurt/Main - Nach dem coronabedingten Konjunktureinbruch zu Jahresbeginn erwartet die Bundesbank einen kräftigen Aufschwung der deutschen Wirtschaft im laufenden Jahr.

3,7 Prozent Wirtschaftswachstum prognostiziert die Notenbank für 2021. „Die deutsche Wirtschaft überwindet die pandemiebedingte Krise“, begründete Bundesbank-Präsident Jens Weidmann am Freitag die wachsende Zuversicht. Im Dezember hatten die Bundesbank-Ökonomen für 2021 ein Wachstum von 3,0 Prozent vorhergesagt.

Inzwischen geht die Notenbank davon aus, dass durch das Fortschreiten der Impfungen die Corona-Pandemie „rasch und nachhaltig zurückgedrängt“ werden könne und deswegen Einschränkungen für Wirtschaft und Bevölkerung „zügig gelockert“ würden. „Schon in diesem Sommer könnte die Wirtschaftsleistung wieder das Vorkrisenniveau erreichen“, erklärte Weidmann.

Bundesbank erwartet Wachstumsschub für 2022

Auch für 2022 ist die Bundesbank deutlich optimistischer als vor sechs Monaten: Statt 4,5 Prozent Wachstum trauen die Ökonomen der Notenbank Europas größer Volkswirtschaft im nächsten Jahr nun ein Plus von 5,2 Prozent zu. Im Jahr 2023 schwächt sich der Zuwachs des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) demnach ab, beträgt aber immer noch 1,7 Prozent. Auch die Unternehmen blicken derzeit deutlich zuversichtlicher nach vorn.

Im vergangenen Jahr hatte die Corona-Pandemie die deutsche Wirtschaft in die tiefste Rezession seit der globalen Finanzkrise 2009 gerissen. Das Bruttoinlandsprodukt brach 2020 nach neuester Berechnung des Statistischen Bundesamtes um 4,8 Prozent ein. (dpa)

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