Abgas-Vorwürfe

Bundesamt überprüft Daimler-Autos - Konzern wehrt sich

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Insgesamt könnten mehr als eine Million Daimler-Fahrzeuge betroffen sein

Angesichts neuer Abgas-Vorwürfe gegen den Autobauer Daimler greift das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) ein. Die Behörde nimmt Fahrzeuge des Herstellers in die Prüfung, wie ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums in Berlin sagte.

Stuttgart - Angesichts neuer Abgas-Vorwürfe gegen den Autobauer Daimler greift das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) ein. Die Behörde nimmt Fahrzeuge des Herstellers in die Prüfung, wie ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums in Berlin sagte. Dies folge aus einem Gespräch der Untersuchungskommission des Ministeriums zum Diesel-Skandal mit Konzernvertretern. Daimler habe bei dem Treffen am Donnerstag seine Position dargestellt, sich rechtskonform zu verhalten. Der Sprecher äußerte sich auf eine entsprechende Nachfrage hin nicht zu einer eigenen Bewertung des Ministeriums.

Daimler hingegen wehrt sich gegen den Vorwurf, die Abgasreinigung seiner Dieselfahrzeuge mit illegalen Mitteln manipuliert zu haben. Die Regulierung der Abgasreinigung sei eine technisch und rechtlich hochkomplexe Frage, teilte der Autobauer am Freitag mit. „Auf Basis der uns vorliegenden Informationen würden wir gegen den Vorwurf einer illegalen Abschalteinrichtung durch das KBA mit allen rechtlichen Mitteln vorgehen.“

Rückrufaktion angedroht? Daimler-Sprecher dementiert

Ein Sprecher wies auch die Darstellung zurück, bei dem Treffen sei dem Unternehmen mit einer Rückrufaktion gedroht worden. Der Spiegel hatte dies zuvor berichtet. Das Ministerium teilte mit, Daimler habe bei dem Treffen seine Position dargestellt, sich rechtskonform zu verhalten. Das Unternehmen wiederum sicherte zu, weiterhin in vollem Umfang mit den Behörden zu kooperieren.

Nach Informationen von Süddeutscher Zeitung, WDR und NDR könnten mehr als eine Million Daimler-Fahrzeuge mit einer Software programmiert sein, die Abgaswerte manipuliert. Betroffen seien zwei Motorklassen, die nun vom KBA gesondert untersucht werden sollen.

dpa

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