Massiver Stellenabbau

Krisenbank Monte dei Paschi will sich gesundschrumpfen

+
Die Monte dei Paschi di Siena (MPS) ist derzeit die drittgrößte italienische Bank. Foto: Lena Klimkeit

Rom (dpa) - Nach einem staatlichen Rettungsprogramm will die italienische Krisenbank Monte dei Paschi di Siena (MPS) auch mit einem groß angelegten Stellenabbau wieder auf Kurs kommen. In den kommenden vier Jahren sollen 5500 Jobs wegfallen, teilte das Unternehmen in Siena mit.

Derzeit hat die drittgrößte italienische Bank noch rund 25 500 Mitarbeiter. 600 von 2000 Filialen sollen geschlossen werden. Bis zum Jahr 2021 will MPS einen Nettogewinn von über 1,2 Milliarden Euro erzielen - letztes Jahr war es noch ein Verlust von 3,2 Mrd. Euro.

Am Vortag hatte die EU-Kommission den umstrittenen Rettungsplan der Regierung in Rom für die Traditionsbank offiziell gebilligt. Der italienische Staat darf dem Institut somit mit 5,4 Milliarden Euro Kapital helfen. Hauptproblem der toskanischen Bank, die als ältestes Geldhaus der Welt gilt, ist ein Riesenberg fauler Kredite.

Mitteilung von MPS, Italienisch

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

So will Google den Walmart-Kunden das Einkaufen erleichtern

Der US-Internetkonzern Google und die weltgrößte Einzelhandelskette Walmart gehen eine Online-Partnerschaft ein. Das steckt dahinter. 
So will Google den Walmart-Kunden das Einkaufen erleichtern

Brüssel prüft Monsanto-Übernahme durch Bayer genauer

Die EU-Kommission will die Risiken des Zusammenschlusses für den Wettbewerb in der Agrarchemie genauer unter die Lupe nehmen. Bayer reagiert darauf gelassen. Der Konzern …
Brüssel prüft Monsanto-Übernahme durch Bayer genauer

Rheintalbahn soll am 7. Oktober wieder freigegeben werden

Alles dauert viel länger als zunächst gedacht. Erst am 7. Oktober sollen wieder Züge auf der europäischen Hauptachse Rheintalbahn fahren. Bis dahin muss das Notkonzept …
Rheintalbahn soll am 7. Oktober wieder freigegeben werden

Merkel will Spiele-Entwickler mit mehr Geld fördern

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat bei der Eröffnung der Computerspielemesse Gamescom der Branche eine stärkere staatliche Förderung in Aussicht gestellt.
Merkel will Spiele-Entwickler mit mehr Geld fördern

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.