Wirbel im Netz

Kundin beschwert sich wegen „Frauenvideos“ - so reagiert Saturn

Eine Kundin entdeckte bei Saturn ein Regal, das für sie offenbar zu viele Rollenklischees bediente. Kurzerhand twittert sie ihren Ärger an das Unternehmen heraus. So reagierte Saturn auf die Kritik.

München - Kitschige Romanzen, schnulzige Liebesszenen. Fehlt nur noch eine Großpackung Taschentücher und Schokolade - fertig ist der perfekte Frauenabend, oder? So oder so ähnlich muss wohl ein Mitarbeiter des Technik-Großmarkts Saturn gedacht haben, als er ein Regal in der Rubrik „Das schauen Frauen“ eingeräumt hat. Der Großteil der Filme: größtenteils Romantic-Comedy-Filme wie „Was das Herz begehrt“, „Wie ein einziger Tag“ oder Klassiker wie Casablanca.

Einer Kundin platzte angesichts so viel seichter Romantik offenbar der Kragen. Kurzerhand griff die sie selbst ein und räumt mit den Rollenklischees auf - im wahrsten Sinne des Wortes: Sie hat vor Ort das Regal umgekrempelt. Auf ihren Vorher-Nachher-Bildern sieht man, dass statt „Casablanca“, „Dr. Schiwago“ und Co. plötzlich Filme wie „Star Wars. Das Erwachen der Macht“, „Brügge sehen und sterben?“ und „Kill Bill“ im Regal stehen. 

Die Bilder twitterte sie an Saturn mit den Worten: „Hab eure sexistische Kackscheiße beseitigt und als Frau mal ein paar Filme eingeräumt, die ich so schauen will!“. 

Damit hat die erboste Kundin offenbar einen Nerv der Zeit getroffen. Rund 1.300 Retweets, 4700 Gefällt-mir-Angaben und 400 Antworten brachte ihr die Umräum-Aktion ein. 

Während manchem Nutzer die Aktion relativ egal ist, ...

... nehmen andere Anstoß am Verhalten der erbosten Urheberin des Wirbels:

Vielen spricht der Tweet offenbar aus dem Herzen: 

Einen Tag später schaltete sich der Tech-Nick - Sie kennen ihn aus der Saturn-Werbung - ein. Übergeht aber zunächst die Kritik: 

Später folgt allerdings noch ein versöhnlicher Tweet von Saturn. Jeder solle einfach die Filme anschauen, die er mag, heißt es da.  

Rubriklistenbild: © Screenshot Twitter

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Air Berlin will schnelle Entscheidung über Transfergesellschaft

Tausenden Mitarbeitern der insolventen Air Berlin droht die Kündigung - das Unternehmen setzt deshalb vor allem auf eine Transfergesellschaft. Davon könnten bis zu 4000 …
Air Berlin will schnelle Entscheidung über Transfergesellschaft

Postbank-Beschäftigte stimmen für unbefristeten Streik

Bonn (dpa) - Im Tarifstreit für die rund 18 000 Beschäftigten der Postbank drohen nun unbefristete Streiks.
Postbank-Beschäftigte stimmen für unbefristeten Streik

ADAC-Umfrage: Regierung soll Straßennetz und ÖPNV ausbauen

München (dpa) - Den Menschen in Deutschland liegt einer Umfrage zufolge besonders der Verkehr in ländlichen Gebieten am Herzen.
ADAC-Umfrage: Regierung soll Straßennetz und ÖPNV ausbauen

Air-Berlin-Generalbevollmächtigter pocht weiter auf Hilfe vom Steuerzahler

Der Generalbevollmächtigte für die konkurse Fluggesellschaft Air Berlin bekäftigt die Notwendigkeit einer Transfergesellschaft. Derweil wird Chef Thomas Winkelmann …
Air-Berlin-Generalbevollmächtigter pocht weiter auf Hilfe vom Steuerzahler

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.