Börse in Frankfurt

Dax im Plus trotz Sorgen um Lungenvirus in China

Ein Händler geht über das Parkett in der Börse in Frankfurt am Main und spiegelt sich dabei in einem Logo des Deutschen Aktienindexes (DAX). Foto: Fredrik von Erichsen/dpa
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Ein Händler geht über das Parkett in der Börse in Frankfurt am Main und spiegelt sich dabei in einem Logo des Deutschen Aktienindexes (DAX). Foto: Fredrik von Erichsen/dpa

Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax ist am Dienstag trotz Sorgen wegen einer sich ausbreitenden Virus-Lungenkrankheit in China knapp in die Gewinnzone zurückgekehrt. Der Leitindex stand bei Handelsschluss mit 0,05 Prozent im Plus und notierte bei 13.555,87 Punkten.

Damit konnte er seine Verluste vom Vormittag zwar vollständig ausgleichen. An sein rund zwei Jahre altes Rekordhoch von 13.596 Punkten kam er aber nicht heran. Der MDax der mittelgroßen Börsenwerte stoppte seine jüngste Rekordjagd und verlor 0,15 Prozent auf 28.767,96 Zähler.

Anleger blickten zuletzt etwas beunruhigt nach Fernost: Mit der gerade laufenden Reisewelle zum chinesischen Neujahrsfest am kommenden Samstag wächst die Gefahr einer Übertragung des neuartigen Corona-Lungenvirus'. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat wegen der Erkrankungen ihren Notfallausschuss einberufen. Die Experten könnten Maßnahmen wie etwa Grenzkontrollen empfehlen.

Die wirtschaftlichen Folgen einer Epidemie könnten enorm sein, schrieb CMC-Marktexperte Jochen Stanzl am Dienstag in einem Kommentar. "Airlines und Tourismus-Aktien stehen unter Druck, da Investoren noch dabei sind, die wirtschaftlichen Risiken des Virus zu bewerten." Die Sache dürfe nicht unterschätzt werden.

Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone gab um 0,26 Prozent auf 3789,12 Punkte nach. Für den französische Cac 40 ging es zugleich um 0,54 Prozent nach unten, der britische FTSE 100 verlor in etwa genau so viel.

Am Dax-Ende büßten die Aktien der Lufthansa 3,38 Prozent ein. Der Ausbruch des Lungenvirus könnte die Nachfrage nach Dienstleistungen und insbesondere nach Reiseangeboten erheblich schmälern, hieß es.

Ansonsten richtete sich das Augenmerk der Anleger auf Werte aus der zweiten und dritten Reihe. So reduzierte der im Nebenwerte-Index SDax gelistete Baumaschinenhersteller Wacker Neuson erneut seine Gewinnprognose. Die Aktien sackten um über 10 Prozent ab. Schlechte Nachrichten kamen auch von der Heidelberger Druckmaschinen AG: Der Druckmaschinenhersteller senkte seine Erwartungen an das Gesamtjahr. Die Papiere knickten um mehr als 8 Prozent ein.

Im MDax sicherten sich die Aktien von Hugo Boss mit einem Plus von rund 7 Prozent den ersten Platz. Eine überraschend gute Geschäftsentwicklung im wichtigen Weihnachtsquartal verlieh den Papieren des Modeunternehmens Rückenwind.

Ein Euro kostete zuletzt 1,1095 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Dienstag auf 1,1115 (Montag: 1,1085) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8997 (0,9021) Euro gekostet. Am Anleihemarkt fiel die Umlaufrendite von minus 0,25 Prozent am Vortag auf minus 0,26 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,06 Prozent auf 143,91 Punkte. Der Bund-Future legte um 0,30 Prozent auf 172,16 Punkte zu.

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