Börse in Frankfurt

Dax schließt im Minus - Thyssenkrupp Tagessieger

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Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. Foto: Fredrik von Erichsen

Frankfurt/Main (dpa) - Nach einem weitgehend unentschlossenen Verlauf hat sich der Dax am Donnerstag für den Weg in die Verlustzone entschieden. Einmal mehr war am Nachmittag die Wall Street der Taktgeber. Mit einem Minus von 0,47 Prozent auf 11.747,04 Punkte beendete der Dax den Handel.

Börsianer richten ie Blicke auf das Notenbanker-Treffen in Jackson Hole im US-Bundesstaat Wyoming, wo Fed-Chef Jerome Powell am Freitag eine Rede hält. Zwar bestehe das Risiko, dass Powell die Erwartungen der Marktteilnehmer an weitere Zinssenkungen der Fed enttäuschen könnte, sagte Volkswirt Andrew Hunter von Capital Economics. Doch insgesamt glaube er nicht, dass die Rede Powells die Märkte in Aufregung versetzen werde.

Der MDax der mittelgroßen Unternehmen verlor am Donnerstag 0,83 Prozent auf 25.245,46 Punkte.

Im Dax setzten sich die gebeutelten Aktien von Thyssenkrupp an die Spitze mit plus 5,59 Prozent. Es gibt laut einem Pressebericht offenbar reges Interesse am Geschäft mit Aufzügen der Essener. Der Industriekonzern will die Sparte an die Börse bringen, prüft aber auch andere Optionen. Schlusslicht im Dax war der Vortagesgewinner SAP - die Anteile des Softwarekonzerns verloren 2,17 Prozent.

Die Papiere der Deutschen Bank im Dax und der Commerzbank im MDax gewannen 1,94 Prozent beziehungsweise 1,81 Prozent. Hierzu verwiesen Händler auf die wieder etwas gestiegenen Zinsen am Anleihemarkt. Höhere Zinsen helfen den Banken im Handel mit festverzinslichen Papieren und auch bei der Kreditvergabe.

Im Fokus stand zudem erneut das Werben um Osram. Der Lichtkonzern hat den Weg für ein Übernahmeangebot des österreichischen Chipkonzerns AMS freigemacht. Osram stiegen um 1,79 Prozent auf 36,90 Euro.

Zu den größten Gewinnern im SDax zählten mit plus 4,58 Prozent die Papiere des Veranstalters und Ticketverkäufers CTS Eventim nach Halbjahreszahlen. Die Aktien der Jost Werke stiegen um 2,73 Prozent. Der Nutzfahrzeugzulieferer war zuletzt vor allem in Nordamerika stark gewachsen. Der Ingenieur-Dienstleister Bertrandt wurde dagegen wegen der schwachen Autoindustrie pessimistischer für das Geschäftsjahr 2018/19. Die Papiere verloren am SDax-Ende 4,79 Prozent.

Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 gab um 0,63 Prozent auf 3373,67 Zähler nach. Auch der Pariser Cac 40 und der Londoner FTSE 100 verloren recht deutlich. In New York notierte der Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss knapp im Minus.

Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite am Donnerstag bei minus 0,66 Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,05 Prozent auf 146,93 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,29 Prozent auf 178,10 Punkte. Der Euro notierte nur wenig verändert mit 1,1089 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,1083 (Mittwoch: 1,1104) US-Dollar festgesetzt und der Dollar somit 0,9023 (0,9006) Euro gekostet.

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