Kohle- und Atomstrom

Lichtblick: Verbraucher bei Strommixangaben getäuscht

+
Arbeiter betonieren das Fundament einer Windenergieanlage im Landkreis Oder-Spree. Foto: Patrick Pleul

Berlin (dpa) - Verbraucher werden bei den Angaben zur Herkunft ihres Stromes nach Darstellung des Energieunternehmens Lichtblick in die Irre geführt.

Die untersuchten 35 großen Anbieter wiesen deutlich weniger Kohle- und Atomstrom in ihrem Strommix aus, als sie tatsächlich für ihre Kunden einkauften, teilte der Ökostromanbieter auf Basis eigener Recherchen mit.

Die Versorger beschafften bis zu 42 Prozent mehr Energie aus konventionellen Quellen, als aus offiziellen Angaben hervorgehe. Zwei Anbieter seien der Pflicht, ab 1. November 2016 die Stromkennzeichnung für 2015 vorzulegen, bisher nicht nachgekommen.

Dem Bundeswirtschaftsministerium warf Lichtblick vor, diese Verbrauchertäuschung bisher billigend in Kauf zu nehmen. Nötig sei eine rasche Reform der Kennzeichnung, damit der Etikettenschwindel ein Ende finde. Nach Angaben des Unternehmens war für Montag im Wirtschaftsministerium eine entsprechende Anhörung angesetzt.

Mitteilung Lichtblick

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Dax nimmt kleines Plus ins Wochenende

Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat eine durchwachsene Woche mit einem kleinen Plus beendet. Das auf ein Rekordhoch gestiegene Ifo-Geschäftsklima stützte den Leitindex …
Dax nimmt kleines Plus ins Wochenende

Bahn-Aufsichtsratschef Felcht tritt Ende März zurück

Bei der Deutschen Bahn kommt die Führungsriege nicht zur Ruhe. Nach mehreren Beschlüssen zu Vorstandswechseln soll nun der Chefkontrolleur abtreten. Vorher hatte es …
Bahn-Aufsichtsratschef Felcht tritt Ende März zurück

Bahn-Aufsichtsratschef Felcht tritt Ende März zurück

Bei der Deutschen Bahn kommt die Führungsriege nicht zur Ruhe. Nach mehreren Beschlüssen zu Vorstandswechseln soll nun der Chefkontrolleur abtreten. Vorher hatte es …
Bahn-Aufsichtsratschef Felcht tritt Ende März zurück

Preisexplosion für Flugtickets: Kartellamt prüft Lufthansa

Seit der Air-Berlin-Pleite ist Fliegen innerhalb Deutschlands teurer geworden. Nach vielen Kundenbeschwerden nimmt das Bundeskartellamt die Preise der Lufthansa nun …
Preisexplosion für Flugtickets: Kartellamt prüft Lufthansa

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.