Engere Zusammenarbeit

Lufthansa und Etihad nennen Details zur Kooperation

Unter anderem soll auch die Zahl der gemeinsam vermarkteten Flüge steigen. Foto: Arno Burgi/Archiv
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Unter anderem soll auch die Zahl der gemeinsam vermarkteten Flüge steigen. Foto: Arno Burgi/Archiv

Abu Dhabi/Frankfurt (dpa) - Die Fluggesellschaften Lufthansa und Etihad arbeiten künftig enger zusammen. Die Airlines aus Deutschland und den Vereinigten Arabischen Emiraten wollen Details dazu am kommenden Mittwoch (1. Februar) in Abu Dhabi bekanntgeben.

Nach Informationen aus Lufthansa-Kreisen geht es dabei insbesondere um eine intensivere Zusammenarbeit bei der Flugzeugwartung und der Bordverpflegung. Auch soll die Zahl der gemeinsam vermarkteten Flüge steigen, für die jede Gesellschaft eine eigene Flugnummer herausgibt.

An den Börsen war in den vergangenen Wochen auch über einen Kapitaleinstieg der Araber in die umsatzstärkste Airline Europas spekuliert worden. Eine erste Zusammenarbeit hat es bei der defacto-Aufspaltung der Etihad-Beteiligung Air Berlin gegeben. Lufthansa mietet ab diesem Frühjahr langfristig 38 Flugzeuge aus der Flotte der Air Berlin.

Deutschlands größte Fluggesellschaft hat bei ihrer Catering-Tochter LSG Sky Chefs und der Wartungssparte Lufthansa Technik jüngst umfangreiche Sparprogramme eingeleitet. Bei den Sky Chefs wackelt in Deutschland jede dritte von 5500 Vollzeitstellen, wenn zumindest die simplen Gerichte für die Europastrecken in Tschechien billiger zubereitet werden. Lufthansa Technik stellt die Flugzeugüberholung in Hamburg ein, in der Triebwerkswartung fallen in den kommenden Jahren 700 von 2000 Jobs weg. Auch Etihad streicht derzeit Tausende Stellen.

Die Lufthansa hatte den Golf-Airlines Emirates, Etihad und Qatar Airways jahrelang unfaire Unterstützung durch deren Heimatregierungen vorgeworfen. Die Existenzkrise der Air Berlin, an der Etihad mit 29 Prozent beteiligt ist, leitete 2016 eine Kursänderung ein.

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