Pannen-Flughafen

Lufthansa-Vorstand sagt BER-Abriss voraus - Scheuer antwortet prompt

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Gegen einen Abriss des BER: Der neue Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU).

Muss der Berliner Flughafen abgerissen und neu gebaut werden? Das vermutet Lufthansa-Vorstand Thorsten Dirks. Gegenwind kommt vom neuen Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU).

Berlin - Die Lufthansa hat nach einem Medienbericht den Glauben an den neuen Berliner Flughafen verloren. „Meine Prognose ist: Das Ding wird abgerissen und neu gebaut“, zitierte die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ Lufthansa-Vorstand Thorsten Dirks.

LH-Sprecher Andreas Bartels sagte jedoch, das Unternehmen habe auf keinen Fall für einen Abriss des Flughafens plädieren wollen. „Das war eine zugespitzte Äußerung, um auf das Ausmaß der Probleme am Flughafen hinzuweisen“, ergänzte Matthias Eberle, Sprecher der LH-Billigfluglinie Eurowings. Lufthansa habe auch keinen solchen Ratschlag geben wollen.

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Installiert, aber schon überholt

Dirks hatte die Prognose Abriss und Neubau demnach am Freitag auf dem „Unternehmertag am Tegernsee“ gegeben, wo der Verantwortliche für Eurowings geredet hatte. Die Lufthansa stehe vor dem Problem, dass ihre Ausstattung im Hauptstadtflughafen zwar installiert, nach jahrelanger Verzögerung der Eröffnung inzwischen aber bereits überholt ist.

Lufthansa-Vorstand Thorsten Dirks.

Scheuer schließt BER-Abriss aus

Der neue Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) setzt trotz des schweren Imageschadens aber weiterhin auf die Fertigstellung des Hauptstadtflughafens BER. "Leider ist das Label BER inzwischen so beschädigt, dass es international nur noch für Belustigung sorgt", sagte Scheuer der "Bild"-Zeitung vom Samstag. Da helfe aber auch kein neuer Name, sondern nur "ein Eröffnungstermin, der eingehalten wird".

Einen Abriss und Neubau des BER schloss Scheuer aus. Das Projekt solle erfolgreich abgeschlossen werden. Die wegen zahlreicher technischer Mängel um Jahre verzögerte Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens ist derzeit für Oktober 2020 geplant. Allerdings ist schon jetzt abzusehen, dass die Kapazität des Flughafens nicht ausreicht, um das erwartete Passagieraufkommen zu bewältigen.

Hebt der BER doch noch ab, oder muss der Pannen-Fulghafen abgerissen werden?

Erst am Donnerstag hatte die Flughafengesellschaft bekanntgegeben, dass 750 Monitore für die Fluggastinformation ausgetauscht werden. Sie seien vor der 2012 geplanten Eröffnung eingebaut worden, sechs Jahre mit der allgemeinen Stromversorgung mitgelaufen und hätten nun das Ende ihrer Lebensdauer erreicht. Für die Eröffnung ist nach mehreren Verschiebungen inzwischen der Herbst 2020 angepeilt.

dpa

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