Börse in Frankfurt

Rekordhoch im Dax rückt etwas näher

Ein Händler geht über das Parkett in der Börse in Frankfurt am Main und spiegelt sich dabei in einem Logo des Deutschen Aktienindexes (DAX). Foto: Fredrik von Erichsen/dpa
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Ein Händler geht über das Parkett in der Börse in Frankfurt am Main und spiegelt sich dabei in einem Logo des Deutschen Aktienindexes (DAX). Foto: Fredrik von Erichsen/dpa

Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat am Montag auf hohem Niveau moderate Zuwächse verzeichnet. Allerdings fehlte es dem deutschen Leitindex an starken Impulsen, sein Rekordhoch vom Januar 2018 zu übertreffen, zumal die Wall Street feiertagsbedingt geschlossen blieb.

Das Börsenbarometer gewann am Ende 0,17 Prozent auf 13.548,94 Punkte. Anders dagegen der MDax: Der Index der mittelgroßen Werte war im Handelsverlauf auf eine Bestmarke gesprungen und stieg letztlich um 0,49 Prozent auf 28.811,24 Punkte.

Der Dax hatte seinen Höchstwert vor zwei Jahren bei knapp unter 13 600 Punkten erreicht. Marktexperte Andreas Lipkow von der Comdirect Bank erwartet den Angriff auf das Rekordhoch am Dienstag. Dann seien alle Marktteilnehmer zurück, sagte er. Zudem könnte der ersehnte Schwung dann durch die Konjunkturerwartungen des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung in den Markt kommen.

Mit Blick auf die Einzelwerte knüpften die Aktien der Lufthansa an ihren jüngsten Abwärtstrend an und sackten um 2 Prozent ab, obwohl nun vorerst doch kein Streik der Flugbegleiter droht.

Die Anteile der Deutschen Bank litten unter Skepsis angesichts der Ende Januar anstehenden Quartalszahlen. So hatte sich etwa die britische Großbank Barclays kritisch geäußert. Analyst Amit Goel rechnete zwar damit, dass das Geschäft mit Anleihen, Währungen und Rohstoffen im vierten Quartal deutlich besser gelaufen ist als ein Jahr zuvor. Dies dürfte aber nur dem sehr tiefen Niveau des Schlussquartals 2018 zu verdanken sein, präzisierte er und erwartet zudem weitere Marktanteilsverluste. Die Papiere der Deutschen Bank büßten am Dax-Ende mehr als 2 Prozent ein.

Die Commerzbank wird ihre Quartalsbilanz erst im Februar vorlegen. Ihre Aktien litten im Gefolge allerdings ebenfalls. Mit einem Minus von mehr als 2 Prozent waren sie Schlusslicht im MDax. Favorit waren indes die Papiere von Qiagen, die nach ihrem jüngsten Rückschlag nun um rund 5 Prozent stiegen. Wie das auf Fusionen und Übernahmen spezialisierte Internetportal CTFN berichtete, diskutiert eine "interessierte Partei" nach wie vor einen möglichen Kauf des Biotechunternehmens. Qiagen hatte Ende Dezember entschieden, sich doch nicht zum Verkauf zu stellen und eigenständig zu bleiben. Der Aktienkurs war daraufhin eingebrochen.

Im Nebenwerteindex SDax schnellten die Anteile von Dic Asset um gut 5 Prozent in die Höhe. Der Gewerbeimmobilien-Spezialist hatte seinen Dividendenvorschlag für 2019 bekanntgegeben, der etwas über den Erwartungen lag.

Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone gab um 0,24 Prozent auf 3799,03 Punkte nach. Ähnlich moderat ging es für den französische Cac 40 und den britischen FTSE 100 nach unten.

Der Kurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1085 (Freitag: 1,1108) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9021 (0,9003) Euro. Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,26 Prozent am Freitag auf minus 0,25 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,05 Prozent auf 143,83 Punkte. Der Bund-Future verharrte bei 171,70 Punkten.

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