Billigflieger Ryanair im Fokus

Mehr Starts und Landungen in Frankfurt: Kritik von Airlines

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Ryanair-Jet auf dem Frankfurter Flughafen, dessen Kapazität jetzt ausgebaut werden soll. 2016. Foto: Andreas Arnold

Frankfurt/Main (dpa) - Am Frankfurter Flughafen sollen ab Ende Oktober noch mehr Flieger starten und landen dürfen als bislang. Mehrere Fluggesellschaften mit Lufthansa an der Spitze kritisieren die Genehmigung durch das Bundesverkehrsministerium scharf.

Noch mehr Flüge pro Stunde gefährdeten zum jetzigen Zeitpunkt die Stabilität des bislang laufenden Betriebs. Ab dem Winterflugplan 2017/2018 sollen am größten deutschen Flughafen pro Stunde 104 statt bislang 100 Starts und Landungen möglich sein.

Mit einer durchschnittlichen Pünktlichkeit von 80 Prozent biete Frankfurt als Umsteigeflughafen ohnehin schon eine miserable Performance, erklärte Condor-Chef Ralf Teckentrup. Lufthansa und die Vereinigung ausländischer Airlines (Barig) verlangten zunächst Verbesserungen bei der Infrastruktur. Grundsätzlich sei man für eine Ausweitung der Kapazität.

Die Erhöhung des Eckwerts werde sich "faktisch maßgeschneidert vorteilhaft auf den Flugplan einer einzelnen Airline auswirken", kritisierte Teckentrup. Er meint damit den Billigflieger Ryanair, der seine Flotte in Frankfurt zum Herbst von derzeit zwei auf sieben Flugzeuge ausbauen will. Die Iren benötigen für ihren hochfrequenten Betrieb zahlreiche Zeitfenster (Slots) für Starts und Landungen.

Die Obergrenze für Flugbewegungen hängt nicht nur von der Infrastruktur am Boden ab, sondern muss auch auf die Leistungsfähigkeit der Flugsicherheit abgestimmt sein. Für das Frankfurter Flughafensystem mit vier Bahnen ist laut Planfeststellung eine Obergrenze von 126 Starts und Landungen in der Stunde möglich. Sie soll schrittweise erreicht werden.

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